WELTMASCHINE : Im Untergrund

Der Large Hadron Collider (LHC) ist ein 27 Kilometer langer Ringbeschleuniger am europäischen Kernforschungszentrum in Genf. Er verläuft bis zu 100 Meter tief im Untergrund des schweizerisch-französischen Grenzgebiets.

Der Aufbau dauerte 14 Jahre und hat rund vier Milliarden Euro gekostet. Im September 2008 wurde der Beschleuniger erstmals gestartet, musste aber aufgrund eines Defekts im Kühlsystem wenige Tage darauf wieder abgeschaltet werden. Es folgte eine monatelange Reparatur, im November 2009 startete die Maschine erneut. Am 30. November erreichte der Beschleuniger eine Energie von 1,18 Teraelektronenvolt und stellte damit den bisherigen Rekord des Tevatron in den USA ein.

Der LHC ist für eine maximale Energie von 7 Teraelektronenvolt (TeV) pro Strahl ausgelegt, was eine Kollisionsenergie von 14 TeV ermöglicht. Derzeit läuft er aber nur mit 7 Tev, und das wird sich auch bis Ende 2011 nicht ändern.

An den Experimenten sind mehr als 8000 Gastwissenschaftler aus aller Welt beteiligt, etwa 1000 davon aus Deutschland. nes

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