• Entführungsfall: Ermittler stellen Suche nach Bankiersfrau Bögerl vorerst ein

Entführungsfall : Ermittler stellen Suche nach Bankiersfrau Bögerl vorerst ein

Knapp eineinhalb Wochen nach der Entführung der Bankiersfrau Maria Bögerl aus Heidenheim hat die Polizei die Suche nach der 54-Jährigen in den umliegenden Wäldern vorerst eingestellt.

Im Fall der entführten Bankiersfrau aus Heidenheim hat die Polizei angeblich Blut im Auto des Opfers gefunden. Die Hoffnung der Behörden, Maria Bögerl noch zu finden, ist
weiter gesunken. Die flächendeckende Suche wurde eingestellt. Es werde nun punktuell gesucht, sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittler wurden am Freitag von der Bergwacht unterstützt.

Die Hundertschaften seien jederzeit wieder einsatzbereit, genauso wie 50 weitere Ermittler, erklärte er. Die 80 Fahnder der Sonderkommission „Flagge“ gingen nun den knapp 1200 Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Knapp 500 Hinweise stuft die Polizei als „wertig“ ein. Insgesamt wurden 200 Hinweise bereits abgearbeitet. Allein nach
der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ waren rund 100 Tipps eingegangen. Eine heiße Spur sei aber bislang nicht dabei.

Die Ermittler suchen auch weiter nach dem Motiv der Täter. Selbstverständlich schließe dies auch das Umfeld etwaiger Bankkunden der Kreissparkasse Heidenheim ein, teilte die Polizei mit. Dort ist der Ehemann der Entführten im Vorstand.

Die Ermittler konzentrieren sich zudem vor allem auf die Suche nach „Geocaching“-Sportlern, die in der Nähe des Klosters Neresheim unterwegs waren, wo das Auto der Entführten entdeckt wurde. Die Gruppe sei an sich schon ausfindig gemacht worden, sagte der Sprecher. Doch wüssten die Beamten noch nicht, wer genau zur relevanten Zeit in der Gegend auf digitaler Schnitzeljagd (Geocaching) war. Ein Foto des Klosterhofs, das die Sportler der Polizei bereits gaben, führte zu keiner weiteren Spur.

Ebenso wie die Sportler könnten Ferienhausbesitzer aus der Region wichtige Zeugen sein, hieß es. Sie sollten nachsehen, ob es verdächtige Anzeichen gibt, die darauf hindeuten, dass sich dort Fremde aufgehalten haben. Außerdem bittet die Polizei Besucher des Museumsfestes und des Tages der offenen Tür des örtlichen Bienenzüchtervereins sowie Gäste der Härtsfeldmuseumsbahn sich zu melden. Sie könnten Fotos und Videos gemacht haben. (dpa)

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