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Überprüft. Flüge aus Japan. Foto: dpa
Überprüft. Flüge aus Japan. Foto: dpaFoto: dpa

Neue Reisewarnung



Angesichts der Atomkatastrophe hat das Auswärtige Amt in Berlin am Dienstag eine „Teil-Reisewarnung“ für den Nordosten Japans erlassen. Es riet außerdem von nicht erforderlichen Reisen nach Japan generell ab. Für die in Japan lebenden Deutschen und ihre Angehörigen, die in den Süden des Landes flüchten, werden besondere Anlaufstellen eingerichtet. An den Bahnhöfen in der japanischen Hauptstadt sowie in Osaka-Kobe und am dortigen Flughafen werden eigene Konsularteams zur Betreuung stationiert.

Lufthansa stellt Flüge ein

Die Lufthansa hat ihre Flüge nach Tokio zunächst bis zum Sonntag eingestellt und leitet die Flugzeuge auf die weiter südlich gelegenen Städte Osaka und Nagoya um. Aus Japan ankommende Flüge werden seit Samstag von der Feuerwehr auf Radioaktivität überprüft. Auch Air China und EVA Airways strichen am Dienstag Verbindungen nach Tokio, andere Airlines prüfen ähnliche Schritte. Viele große Fluggesellschaften wie American Airlines, Delta Airlines und Air-France- KLM steuern Tokio derzeit noch an, ziehen parallel dazu jedoch Mitarbeiter aus Tokio ab. Nach Angaben der US-Flugbehörde FAA ist durch eine Flugverbotszone derzeit sichergestellt, dass alle Maschinen in Japan einen großen Bogen um den Reaktor fliegen.

Einsatz beendet

Das Einsatzteam des Technischen Hilfswerks (THW) beendet seinen Einsatz in Japan. Rund 100 Stunden nach dem Erdbeben und dem Tsunami gebe es praktisch keine Chance mehr, noch Überlebende zu finden, sagte Teamleiter Ulf Langemeier am Dienstag. Nach zwei Einsatzanforderungen der Japaner, die wegen einer Tsunamiwarnung und einer Explosion im Kernkraftwerk Fukushima abgebrochen wurden, musste das Team wieder umkehren, bevor es die Katastrophengebiete an der Küste erreicht hat.

Rettung nach vier Tagen

Fast vier Tage nach dem Erdbeben und dem Tsunami haben Helfer eine 70 Jahre alte Frau und einen Mann lebend aus den Trümmern geborgen. Auch ein Augenzeuge des Tsunamis im Indischen Ozean von 2004 hat die jüngste Katastrophe in Japan überlebt. Zahrul Fuadi sagte laut Nachrichtenagentur Kyodo: „Wir wurden von Tsunamis gejagt von Aceh bis Japan.“

Sushi unbedenklich

Wer gerne Sushi isst, kann das nach Angaben des Fisch-Informationszentrums in Hamburg ohne Bedenken tun. Die wenigsten Produkte dafür stammten aus Japan, wo radioaktive Strahlung zunehmend zum Problem wird. Thailand will aber bald Nahrungsmittel aus Japan auf radioaktive Verstrahlung testen. Gesundheitsminister Jurin Laksanavisit sagte: „Es gibt keinen Grund zur Panik. Wir wollen Japan keine weiteren Probleme aufbürden, aber es ist unsere Pflicht, die Verbraucher zu schützen.“ Singapur hatte schon am Montag Tests bei Nahrungsmitteln angekündigt.AFP/dpa/rtr

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