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Japans Regierung stoppt Verkauf von Lebensmitteln aus Fukushima



Wien/Tokio - Rund eine Woche nach den katastrophalen Störfällen im Atomkraftwerk Fukushima sind erste radioaktiv verstrahlte Lebensmittel aufgetaucht. Das japanische Gesundheitsministerium verbot den Verkauf von Lebensmitteln aus der Provinz Fukushima. Die Strahlenwerte für Spinat und Milch aus der Gegend würden die zulässigen Grenzwerte übersteigen, erklärte die Regierung. Eine akute Gesundheitsgefährdung sei aber derzeit nicht zu erwarten. „Es ist bestätigt, dass der Boden im Umkreis von 30 Kilometern um den Reaktor herum kontaminiert ist“, sagte Michael Atkinson, Leiter des Instituts für Strahlenbiologie im Helmholtz-Zentrum München. dpa

Spuren von radioaktivem Jod

in Tokios Trinkwasser gefunden

Osaka - Japanische Behörden haben im Leitungswasser der Hauptstadt Tokio erhöhte Werte von Radioaktivität nachgewiesen. Es handele sich um Spuren von radioaktivem Jod, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf das Wissenschaftsministerium. Ungewöhnlich hohe Werte von radioaktivem Jod seien zudem im Trinkwasser in fünf zentraljapanischen Präfekturen festgestellt worden. Allerdings lägen die Werte in allen Fällen deutlich unter dem zulässigen Grenzwert, sagte der Ministeriumsvertreter. Es blieb unklar, ob die radioaktiven Partikel überhaupt aus dem Akw Fukushima stammen. AFP/dpa

Bundesregierung trifft Vorsorge

zum Strahlenschutz

Berlin - Die Bundesregierung hat eine Reihe vorsorglicher Maßnahmen zum Strahlenschutz in die Wege geleitet. So können sich Reisende aus Japan auf radioaktive Strahlung untersuchen lassen, Lebens- und Futtermittel aus Japan werden kontrolliert, Importgüter wie Unterhaltungselektronik und Autos stichprobenartig untersucht. Das teilte das Bundesumweltministerium am Samstag mit. Das Ressort bereitet zudem eine Eilverordnung vor, die Grenzwerte für die radioaktive Belastung von Flugzeugen festlegen soll, die direkt aus Japan kommen. dpa

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