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Meteorologen: Wintereinbruch

„mit Pauken und Trompeten“

Frankfurt/Bochum - Einen massiven Wintereinbruch „mit Pauken und Trompeten“ sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Freitag voraus. „Das könnte das spektakulärste Wetterereignis seit dem Orkan Kyrill im Januar 2007 werden“, sagte Meteorologe Andreas Friedrich am Mittwoch in Offenbach. Eine Kaltfront mit arktischer Luft zieht von Norden nach Süden über Deutschland und bringt Schnee, Sturm, Graupel und Gewitter. Die Temperaturen stürzen von zweistelligen Werten innerhalb kurzer Zeit auf den Gefrierpunkt. Gegen Mittag soll die Kaltfront die Mittelgebirge erreichen. „Am Nachmittag geht dann in den Mittelgebirgen so richtig die Post ab“, prognostizierte Friedrich. „Innerhalb einer Stunde können sich dann hier das Wetter und die Straßenverhältnisse dramatisch ändern.“ Bis zum Abend seien zehn bis 15 Zentimeter Neuschnee zu erwarten. Wer es einrichten könne, solle Autofahrten in den Mittelgebirgen unbedingt vermeiden, riet Friedrich. Am Abend treffen die Schneefälle dann auch den Süden, am Nordrand der Alpen kann bis zum Samstagmorgen ein halber Meter Neuschnee fallen. Grund für den heftigen Wintereinbruch ist ein Tiefdruckgebiet, das von der Nordsee nach Tschechien zieht und den Weg für polare Kaltluft frei macht. Auf direktem Weg und sehr schnell strömen diese Luftmassen dann von Nord nach Süd über Deutschland. „Auch am Wochenende bleibt es im gesamten Bundesgebiet winterlich“, sagte Fabienne Muriset vom Wetterdienst meteomedia am Mittwoch voraus.

Berichtigung

In unserem gestrigen Bericht über den Bad-Reichenhall-Prozess ist auf dem Bild nicht der Angeklagte zu sehen, sondern der Nebenkläger. Wir bitten, das Versehen zu entschuldigen. - Red.

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