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Starfotograf Oliviero Toscani

lässt Mafia als Marke eintragen

Salemi - Der für seine provokativen Werbekampagnen für Benetton bekannte italienische Starfotograf Oliviero Toscani hat mit einer Anti-Mafia-Initiative für Wirbel auf Sizilien gesorgt. Der 66-jährige Mailänder, Stadtratsmitglied des Örtchens Salemi bei Palermo, ließ zum Jahresauftakt „M.A.F.I.A.“ als Markennamen registrieren, berichtete die Turiner Tageszeitung „La Stampa“ am Samstag. „M.A.F.I.A.“ stehe dabei für „Mediterranean Association For Internal Affair“. „Wir sind fassungslos, wie es nicht allen klar sein kann, dass das Wort Mafia für das vergossene Blut unserer Angehörigen steht“, protestierte die Präsidentin des Verbands der Opfer der Mafia, Sonia Alfano. Toscani verteidigte seine Idee hingegen als eine Entscheidung, die Mafia zu „entmythisieren“. Auch Vittorio Sgarbi, Ex-Kulturminister, Bürgermeister von Salemi und Mitträger der Initiative, trat für die neue Marke ein. Die Proteste zeugten einzig von einem „Mangel an Intelligenz“. Toscani habe mit der Marke M.A.F.I.A. auf die „ihm eigene paradoxe und provokative Art“ protestieren wollen. dpa

Polizistin schießt in der Wache

auf Polizisten und tötet sich selbst

Lauf an der Pegnitz - Bei einem Beziehungsdrama in einer Polizeistation im bayerischen Lauf an der Pegnitz hat eine Polizistin am Samstag auf ihren Ex-Freund geschossen, ihn verletzt und sich dann das Leben genommen. Nach Angaben der Polizei Nürnberg vom Samstagabend überlebte ihr Ex-Freund, der ebenfalls als Polizist arbeitet, schwer verletzt. Er liege derzeit mit Kopfverletzungen in einer Klinik in Erlangen im künstlichen Koma. Die Ärzte gingen davon aus, dass der Mann überlebe. Die 25-jährige Beamtin habe mit ihrem 30-jährigen Partner zusammen gewohnt, erklärte die Polizei weiter. Nach einem Streit des Paares habe sich der 30-Jährige getrennt. dpa

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