Welt :   NACHRICHTEN  

Vermeintlicher Wachkoma-Patient

jahrzehntelang bei Bewusstsein

Hamburg - Ein vermeintlicher Wachkoma-Patient aus Belgien hat laut „Spiegel“ mehr als zwei Jahrzehnte lang unbemerkt bei fast vollem Bewusstsein verbracht – er war all die Jahre nur gelähmt. Ärzte hätten den heute 46-jährigen Rom Houben nach einem schweren Unfall fälschlich als Wachkoma-Fall eingestuft, das Bewusstsein galt als erloschen. Erst eine neue Untersuchung an der Universität Lüttich brachte ans Licht, dass es sich nicht um ein Koma, sondern um eine Lähmung handelte: Aufnahmen eines Spezial-Röntgengeräts zeigten dem Blatt zufolge, dass Houbens Gehirn fast vollständig funktionsfähig geblieben war. Inzwischen kann sich Houben über einen Computer mit Spezialtastatur mitteilen, wie der „Spiegel“ schreibt. Beim Erwachen nach dem Autounfall habe ihm sein Körper nicht mehr gehorcht, berichtete Houben: „Ich habe geschrien, aber es war nichts zu hören.“ Hilflos habe er miterleben müssen, wie Ärzte und Pfleger ihn ansprechen wollten, schließlich aber die Hoffnung aufgaben. Er selbst habe nur die Möglichkeit gehabt, in seinen Gedanken in die Vergangenheit oder in ein besseres Dasein zu flüchten: „Ich habe mich weggeträumt“, schreibt Houben. AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar