Welt :   NACHRICHTEN  

Justiz: Kein weiterer Täter

im Fall Kampusch

Wien - Der Entführer von Natascha Kampusch hat seine Tat alleine begangen. Die Justiz schließt die sogenannte Mehrtäter- Theorie zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus, sagte der Chef der Wiener Oberstaatsanwalt, Werner Pleischl, am Freitag auf einer Pressekonferenz. Zuletzt hatte ein Freund des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil im Verdacht gestanden, womöglich an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Mit ihrem Bericht an die Öffentlichkeit wollten die Behörden alle Gerüchte zerstreuen, die sich inzwischen um den Fall ranken. Selbst die skurrilsten Hinweise und anonymen Behauptungen seien überprüft worden. dpa

Junge Gefangene sollen

Mithäftling misshandelt haben

Herford - Gut drei Jahre nach dem qualvollen Tod eines Häftlings in Siegburg gehen Staatsanwälte neuen Foltervorwürfen gegen junge Gefangene in Nordrhein-Westfalen nach. Vier junge Häftlinge sollen im Jugendgefängnis Herford einen 16 Jahre alten Mitgefangenen schwer misshandelt, vergewaltigt und zum Selbstmordversuch gedrängt haben. Mithäftlingen zufolge soll sich der 17-jährige Hauptbeschuldigte mit den Taten gebrüstet haben, berichtete das „Westfalen-Blatt“. Der Anwalt des mutmaßlichen Opfers, Peter Wüller, sagte dpa, sein Mandant habe keinen Grund, die Mithäftlinge grundlos zu beschuldigen. „Außerdem ist er nicht der Typ, sich all die Details auszudenken.“ dpa

„Superhunde“ verhelfen Polizei

zu neuer Spur in Babymordfall

Hamburg - Jahrelang tappten die Ermittler der Polizei in Gifhorn bei der Aufklärung eines brutalen Babymordes im Dunkeln. Aufgegeben aber haben sie nie. Speziell ausgebildete Spürhunde haben im Auftrag der Sonderkommission „Baby“ über mehr als 200 Kilometer Geruchsspuren verfolgt, die vielleicht zur Lösung des Falls beitragen könnten. In einer nach Polizeiangaben bisher wohl bundesweit einmaligen Aktion schnüffelten sich die sogenannten Mantrailing-Hunde an Autobahnen entlang in Richtung Hannover sowie Hamburg und weiter nach Kiel in Schleswig-Holstein. Dabei sperrten Beamte nach und nach einzelne Abschnitte für den Verkehr und ließen die Tiere dann in Ruhe der Witterung folgen, die sie Ende November am Fundort der namenlosen Leiche und parallel an deren Grab aufgenommen hatten. AFP

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