Welt :   NACHRICHTEN  

Kuba und andere Nachbarn

besinnen sich auf Haiti

Havanna - Bereits vor dem Erdbeben arbeiteten 400 kubanische Ärzte in Haiti, hinzu kamen ebenso viele einheimische, auf Kuba ausgebildete Mediziner. Kubanische Kinder lernen schon seit langem in der Schule, dass Haiti der erste unabhängige Staat Lateinamerikas war. Kuba hat sofort nach dem Beben weitere Ärzte nach Haiti geschickt. Venezuela schickte vier Schiffe mit Lebensmitteln und 120 Katastrophenhelfer. Flugzeuge mit Medikamenten und Lebensmitteln kamen auch aus Argentinien, Bolivien und Brasilien. Lateinamerika besinnt sich zunehmend auf Haiti, nachdem das Land lange Zeit ein Schattendasein fristete. epd

Dominikanische Republik regt

Zehn-Milliarden-Programm an

Santo Domingo - Die Dominikanische Republik hat ein etwa zehn Milliarden Dollar schweres Hilfsprogramm zum Wiederaufbau Haitis angeregt. Über fünf Jahre hinweg solle der Nachbarstaat jährlich mit ungefähr zwei Milliarden Dollar durch die internationale Gemeinschaft unterstützt werden, sagte der Präsident der Dominikanischen Republik, Leonel Fernandez, auf einer internationalen Geberkonferenz in Santo Domingo. rtr

Noch acht Deutsche

in Haiti vermisst

Berlin – Eine Woche nach dem Erdbeben in Haiti werden noch acht Deutsche in dem Inselstaat vermisst. Das teilte das Auswärtige Amt am Dienstag in Berlin mit. Medienberichte über ein zweites Opfer aus der Bundesrepublik wies eine Außenamtssprecherin zurück. Die in München lebende Frau habe nicht die deutsche Staatsbürgerschaft. Wie die Münchner „Abendzeitung“ berichtete, wurde die 26-Jährige, die in dem Inselstaat Verwandte besuchen wollte, tot aus den Trümmern eines Hotels geborgen. Ihr Vater sei nach Haiti gereist, um den Leichnam zu identifizieren. Bislang wurde ein Toter aus Deutschland offiziell bestätigt. ddp

Wasserversorgung des THW

angelaufen

Bonn - Das Technische Hilfswerk (THW) liefert in Port-au-Prince nun dringend benötigtes Trinkwasser. „Seit gestern läuft eine Trinkwasseraufbereitungsanlage in der Nähe des Flughafens von Port-au-Prince mit voller Leistung“, teilte das THW am Dienstag in Bonn mit. Die zweite Anlage werde noch an diesem Dienstag den Betrieb aufnehmen. Damit könne das THW mindestens 30 000 Menschen am Tag mit Trinkwasser versorgen. Das Wasser wird auf Tankwagen verladen und dann verteilt. dpa

Unicef nimmt sich

unbegleiteter Kinder an

Köln - In Haiti muss die Hilfe für Kinder und Schwangere absolute Priorität haben, fordert Unicef. Im Krisengebiet lebten rund 37 000 schwangere Frauen. Kinder seien besonders schwer getroffen und gefährdet, teilte die deutsche Sektion des UN-Kinderhilfswerks am Dienstag in Köln mit. Unicef hat mit Partnern die Registrierung unbegleiteter Kinder begonnen und ein erstes Schutzhaus für 200 Kinder eingerichtet. „Wir brauchen einen langen Atem, um die Grundversorgung der Kinder sicherzustellen.“ dpa

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