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Einsturz des Kölner Archivs: Bauarbeiter gibt Schlamperei zu

Köln - Bei den Ermittlungen zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs liegt der Staatsanwaltschaft einem Zeitungsbericht zufolge ein erstes Geständnis vor. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, räumte ein Bauarbeiter der U-Bahnlinie unter der Kölner Südstadt ein, dass an der Unglücksstelle bewusst nachlässig gearbeitet worden sei. Demnach sollen in einer Außenwand, die den U-Bahntunnel sichern sollte, zu wenig Eisenbügel eingeflochten worden sein. Der geständige Bauarbeiter soll laut dem Blatt auf Anweisung seines Poliers gehandelt haben. Die nicht verwendeten Eisenbügel seien an einen Schrotthändler verkauft worden. Ein weiterer Zeuge soll eine gleichlautende Aussage gemacht haben. Die Staatsanwaltschaft habe die Angaben „mit Blick auf die laufenden Untersuchungen weder bestätigen noch dementieren“ wollen. AFP

Anleger griffen zur Selbstjustiz

gegen Finanzberater

Traunstein - Weil sie sich von ihrem Finanzberater um Millionen geprellt fühlten und zur Selbstjustiz griffen, müssen sich seit Montag vier Anleger vor dem Landgericht Traunstein verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den zwei Männern und zwei Frauen vor, den zur Tatzeit 56-Jährigen aus Speyer entführt, mit dem Tod bedroht und um etwa 2,5 Millionen Euro erpresst zu haben. Einer der Beschuldigten bestritt die Entführung. Bei den Angeklagten im Alter von 60 bis 79 Jahren handelt es sich um zwei Ehepaare und einen früheren Mitarbeiter des Finanzberaters. Hauptbeschuldigter ist ein 74-Jähriger. Dieser sagte aus, es habe sich nicht um eine Entführung gehandelt, sondern der Mann sei von ihnen zu einem „Urlaub“ in Oberbayern eingeladen worden. Die zwei Ehepaare besitzen im US-Bundesstaat Florida Häuser und kamen dort mit ihren späteren Opfer in Kontakt, auf dessen Anraten sie 1,4 Millionen US-Dollar anlegten. Der Berater hatte zunächst regelmäßig Zinsen für das Geld gezahlt, im Zuge der US-Immobilienkrise aber plötzlich nicht mehr. Gegen den Finanzberater laufen unabhängig davon in Kaiserslautern Ermittlungen, weil er andere Anleger geprellt haben soll. AFP

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