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Dozentin tötet bei Amoklauf

an US-Universität drei Professoren

Huntsville - Offenbar aus Wut über einen beruflichen Rückschlag hat eine Dozentin an einer Universität im US-Bundesstaat Alabama ein Blutbad angerichtet und drei Professoren erschossen. Drei weitere Angestellte der Universität in Huntsville wurden am Freitag durch die Schüsse der Frau zum Teil schwer verletzt, wie ein Sprecher der Hochschule sagte. Die Täterin hatte laut Medienberichten kurz zuvor erfahren, dass sie nicht verbeamtet werden sollte. Universitätssprecher Ray Garner sagte, zwei Verletzte schwebten noch in Lebensgefahr, der Zustand des dritten sei stabil. Die Polizei nahm die Dozentin nach Angaben der Hochschule fest, Medienberichten zufolge wurde auch ihr Mann in Gewahrsam genommen. Der Campus wurde vorerst geschlossen; die Universität sagte alle Lehrveranstaltungen ab und bot den 7500 Studenten eine psychologische Beratung an. Bei der Täterin handelt es sich nach Berichten des lokalen Fernsehsenders WHNT-TV um eine Biologiedozentin mittleren Alters. Sie habe bei einer Fakultätssitzung erfahren, dass ihre Verbeamtung abgelehnt wurde, berichtete der Sender unter Berufung auf Behördenvertreter. Offenbar habe sie alle sechs Opfer töten wollen. „Es gibt keine Möglichkeit, dass sie noch am Leben sind“, sagte die Dozentin in die Mikrofone eines Senders, als sie von der Polizei abgeführt wurde. Die Studentin Erin Johnson sagte der Lokalzeitung „Huntsville Times“, die Mitarbeiter der Biologiefakultät hätten gerade getagt, als sie aus einem der Räume Schreie gehört habe. AFP

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