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Haiti bittet um Millionen

wegen Hurrikangefahr

Port-au-Prince - Angesichts der bevorstehenden Regen- und Hurrikansaison in der Karibik hat Haitis Präsident René Preval um knapp 30 Millionen Euro Unterstützung gebeten. Experten hätten einen Plan ausgearbeitet, um die zerstörte Hauptstadt und ihre Bevölkerung vor den drohenden Wirbelstürmen zu schützen, sagte Preval. Zwei Monate nach dem verheerenden Erdbeben mit über 222 000 Toten leben in Port-au-Prince noch immer 1,3 Millionen Menschen in Obdachlosen-Camps. Wenn in der ohnehin kritischen Regenzeit auch noch ein Hurrikan die Stadt direkt treffen sollte, befürchten Experten eine weitere Katastrophe. Wie ungeschützt Haiti ist, zeigte sich Ende Februar in der Südwestprovinz Nippes, wo nach heftigen Regenfällen 15 Menschen ums Leben kamen. Der Regierung wird derzeit unter anderem vorgeworfen, die Folgen der Wirbelstürme von vor zwei Jahren in Gonaïve noch nicht beseitigt zu haben. DRK-Sprecherin Svenja Koch sagte in Berlin, es meldeten sich immer noch viele hilfsbereite Menschen. 600 Ärzte, Schwestern, Hebammen und Techniker seien bereit, in Haiti zu helfen. dpa

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