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Remscheider Häftling ist

Kinder- und Sexualmörder

Remscheid - Der Häftling, der im Remscheider Gefängnis seine Freundin getötet hat, ist ein zu lebenslanger Haft verurteilter Kinder- und Sexualmörder. Er konnte offenbar zwei Messer und einen Radmutterschlüssel in den Besucherraum schmuggeln. Er sei vor der Tat im Gegensatz zu seiner Lebensgefährtin nicht durchsucht worden, dies sei auch nicht üblich, räumte Gefängnisleiterin Katja Grafweg am Montag ein. Der 50-Jährige saß 19 Jahre hinter Gittern und wäre möglicherweise in einem Jahr entlassen worden. Die Tat ereignete sich in einem sogenannten Langzeitbesuchsraum. Hier können sich Gefangene über mehrere Stunden ungestört und unbeobachtet mit ihren Partnerinnen aufhalten. Die Räume sind mit Bett, Sitzecke und Küchengeräten ausgestattet. Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) forderte eine rückhaltlose Aufklärung des Vorfalls. „Das sind wir dem Opfer und seinen Angehörigen schuldig. Und wir müssen gegebenenfalls Konsequenzen ziehen, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt“, sagte die Ministerin. Zugleich drückte sie den Angehörigen der Toten ihr Mitgefühl aus. Ministerin Müller-Piepenkötter, die das Gefängnis noch am Sonntag besucht hatte, bezeichnete den Vorfall als „menschliche Tragödie“. Besonders tragisch sei, dass „eine Frau, die einem Gefangenen Zuwendung und Halt geben wollte, durch dessen Hand getötet wurde“. dpa/ddp

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