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Meteorologen warnen vor Rekordhochwasser in Deutschland

Berlin - Nach dem Winterchaos mit Schnee und Eis könnte Deutschland Anfang der nächsten Woche nun eine Flutkatastrophe drohen. Bereits am Freitag kam es in vielen Bundesländern durch tauende Schneemassen und Regenfälle zu ersten Überschwemmungen. Vielerorts sind Bäche und Flüsse übergetreten, Straßen mussten gesperrt, Keller ausgepumpt werden. Für die nächsten Tage kündigten Meteorologen erneut die gefährliche Mischung aus starken Regenfällen und Tauwetter an. In fast allen Teilen der Republik gab es weitere Hochwasserwarnungen des Deutschen Wetterdienstes. Am schlimmsten könnte es Koblenz, Trier und Köln erwischen. In Köln wird ein Hochwasserstand des Rheins von 8,20 Metern erwartet, eine der Top-15-Höchstmarken der vergangenen 200 Jahre. In Trier stieg das Wasser innerhalb von nur einem Tag um vier Meter auf mehr als acht Meter. In Koblenz, wo am Deutschen Eck Mosel und Rhein zusammenlaufen, könne am Montag laut Hochwasserzentrale das Wasser auch bis auf acht Meter ansteigen. Die Situation an der Oder nordöstlich von Berlin wird ebenfalls nicht besser: Hier sind 15 000 Menschen von der drohenden Überflutung betroffen (siehe Seite 13). In Hohenwutzen hat die Oder schon jetzt einen Pegelstand von 7,51 Metern – beim Jahrhunderthochwasser 1997 waren es fünf Zentimeter weniger. chw

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