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China fürchtet

erneuten Milchskandal

Peking - Mehr als zwei Jahre nach dem Skandal um Melamin-verseuchte Milch müssen Chinas Verbraucher mit neuen gefährlichen Panschereien rechnen. Wie chinesische Medien am Freitag unter Berufung auf Pekings Kontrollbehörde berichteten, reicherten einige „skrupellose“ Milchproduzenten ihre Produkte mit potenziell schädlichen Resten aus der Lederproduktion an, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. Die Behörde zur Überwachung der Produktqualität kündigte auf ihrer Internetseite ein hartes Durchgreifen an. Ob im großen Umfang gepanscht wurde, blieb offen. 2008 waren sechs Kinder nach dem Genuss von mit Melamin gepanschter Milch gestorben, fast 300 000 mussten mit schweren Nierenleiden behandelt werden. Das Melamin war ebenfalls dem Milchpulver beigemischt worden, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. Eigentlich wird die gefährliche Chemikalie zur Herstellung von Plastik verwendet. Nach Angaben der „China Daily“ vom Freitag war bereits im März 2009 ein Betrieb in der westlichen Provinz Zhejiang geschlossen worden, der sein Milchpulver mit Wasser und Leder-Proteinen gestreckt hatte. Das Leder wurde mit gefährlichen Chemikalien wie Schwefelsäure behandelt. AFP

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