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Zahl der Tiger in Indien steigt

wegen erfolgreichen Artenschutzes

Neu-Delhi - Der Tigerschutz in Indien trägt erste Früchte. 1706 wildlebende Tiere wurden bei einer Erhebung 2010/2011 gezählt. Das sind 295 mehr als bei der Zählung vier Jahre zuvor. Das liegt Experten zufolge auch an der Artenschutzpolitik der indischen Regierung. „Wir können mit dem zufrieden sein, was wir geschafft haben, aber die Gefahren drohen weiterhin“, sagte Indiens Umweltminister Jairam Ramesh am Montag auf einer internationalen Tiger-Konferenz in Neu-Delhi. Die Herausforderung sei gewesen, bei großen Vorhaben wie Wasserwerken, Staudämmen und Bergbau die Wälder zu erhalten. Das ist ein Zeichen für echten Naturschutz, wie der Artenschutzexperte der Umweltstiftung WWF (World Wide Fund For Nature), Volker Homes, sagte. Die gestiegene Zahl sei nicht allein auf neue Gebiete oder verbesserte Zählmethoden zurückzuführen. „Ich glaube auch, dass sich die Tiger stärker vermehrt haben.“ Mehr Nachwuchs sei eine Reaktion auf verbesserte Lebensbedingungen. Entscheidend ist nach Angaben des WWF das Schutzgebietsmanagement der Inder. Die einzelnen Regionen, in denen Tiger leben, seien nicht mehr wie Inseln voneinander isoliert. Mit Hilfe von sogenannten Wildtierkorridoren könnten die Tiere auch in andere Gebiete ziehen. In Indien lebt etwa die Hälfte aller 3200 Tiger auf der Welt. dpa

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