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Gekapertes Beluga-Schiff

nach 81 Tagen frei

Bremen - Nach 81 Tagen in der Hand somalischer Piraten ist der Bremer Frachter „Beluga Nomination“ wieder frei. Das bestätigte am Mittwoch ein Sprecher der Bremer Beluga-Reederei. Über die Höhe des Lösegelds wollte er sich nicht äußern. Zuletzt waren noch sieben Besatzungsmitglieder an Bord. Ihnen gehe es gut, hieß es. Das Schiff steuere jetzt den Hafen von Mombasa (Kenia) an. Der 132-Meter-Frachter war am 22. Januar im Indischen Ozean gekapert worden. Offenbar aus Rache für einen Befreiungsversuch durch ein dänisches Kriegsschiff und die Küstenwache der Seychellen erschossen die Piraten Ende Januar zwei der zunächst zwölf Besatzungsmitglieder; ein Seemann ertrank vermutlich bei einem Fluchtversuch, zwei Seeleute konnten sich retten. Bis die Piraten das Schiff am Mittwoch verließen, lag es in der Bucht von Haradere (Somalia). Die Beluga-Reedereigruppe war zuletzt durch die Insolvenz von fast 20 Tochterfirmen und durch Betrugsvorwürfe gegen den Gründer Niels Stolberg in die Schlagzeilen geraten. stg

Mann überlebt neben totem Kollegen neun Tage in Container

Singapur - Ein Hafenarbeiter aus Bangladesch hat neun Tage in einem verschlossenen Container überlebt und dabei den Tod eines Kollegen miterleben müssen. Als der 30-jährige Din Islam im Hafen von Singapur entdeckt wurde, war die Leiche seines Kollegen bereits im Verwesungsprozess, wie die Polizei in Singapur mitteilte. Din und sein Kollege hatten sich während einer Arbeitspause im Hafen von Chittagong in dem Behälter ausgeruht und waren eingeschlafen. Die Männer hatten nichts zu essen oder zu trinken, sondern lediglich eine Schachtel Zigaretten. AFP

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