Welt : 10 000 iPhones am ersten Tag verkauft

Telekom erhofft sich vom Handy Imagegewinn

Georg Fahrion

Berlin - Seit Freitag, 0 Uhr 1, ist es so weit: das iPhone von Apple ist auch in Deutschland erhältlich. Vor einer Kölner Telekom-Filiale, die das Gerät als Erstes anbot, hatten mehrere hundert AppleFans teilweise stundenlang bei Regen und Kälte gewartet. Vertrieben wird das Gerät ausschließlich in den Shops der Telekom. Der Konzern erhofft sich von dem Kult-Handy einen Imagegewinn.

Der Zuspruch für das neue Gerät sei „sensationell“, sagte ein T-Mobile-Sprecher. Am ersten Tag seien 10 000 Stück verkauft worden. Nachfragen in den Geschäften ergaben ein mäßiges Interesse. Von einem begeisterten Ansturm wie in den USA, wo Käufer teilweise sechs Stunden in den Geschäften warten mussten, kann in Deutschland kaum die Rede sein.

Die Telekom hatte sich das iPhone exklusiv gesichert, muss Apple nach Branchenangaben aber am Umsatz beteiligen. Branchenkenner erwarten, dass der iPhone-Start die Branche revolutionieren könnte. „Bisher haben sich die Mobilfunkbetreiber immer gewehrt, einen Teil der laufenden Einnahmen an den Hersteller zu geben“, sagte der Telekom-Analyst Nicolas von Stackelberg von der Bank Sal. Oppenheim gegenüber AFP. Das iPhone kombiniert Mobiltelefonie, Musik-Abspielgerät und Internet wie andere Handys auch, wird dabei aber hauptsächlich mit der Fingerspitze über ein Touch-Display gesteuert. Ein Sensor registriert, wenn das Gerät in die Horizontale gekippt wird, und schaltet die Darstellung im Display auf Querformat um. Das Handy kostet 399 Euro und kann nur im Paket mit einem 24-Monatsvertrag bei T-Mobile erworben werden. Rabatte soll es keine geben. In den USA, wo der Verkauf im Juni aufgenommen wurde, wurden bisher 1,4 Millionen iPhones abgesetzt.Georg Fahrion

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