• 17 Polizisten suchen das Motiv des Coburger Schützen Zeugenvernehmung schwierig – Betroffene stehen noch unter Schock

Welt : 17 Polizisten suchen das Motiv des Coburger Schützen Zeugenvernehmung schwierig – Betroffene stehen noch unter Schock

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Coburg/Bayreuth (dpa). Auch nach der Vernehmung von rund 20 Zeugen waren die Hintergründe des Coburger Schuldramas am Freitag weiter unklar. „Das Motiv des Jugendlichen liegt nach wie vor im Dunkeln“, teilte die Polizei mit. Ein 16Jähriger hatte am Mittwoch auf zwei Lehrerinnen geschossen, eine davon verletzt und sich dann selbst getötet.

Die 17-köpfige Sonderkommission ermittle zur Zeit in alle Richtungen. Angaben zu Einzelheiten der Ermittlungen lehnte die Polizei am Freitag jedoch ab. Zu dem Fall soll erst am Dienstag wieder Stellung genommen werden, betonten die Sicherheitsbehörden. Die Zeugenvernehmungen gestalteten sich äußerst schwierig, sagte Polizeisprecher Bernhard Schmitt. Die Betroffenen stünden vielfach noch immer unter Schock.

Verbindungen des 16-Jährigen zum Okkultismus oder Satanismus bezeichnete die Polizei weiterhin als „reine Spekulation.“ Die Ermittlungen gegen den Vater des Achtklässlers wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Waffengesetz dauerten an. Der Schüler hatte sich offenkundig den Schlüssel zum Waffentresor seines Vaters besorgt.

Für diesen Samstagabend ist in Coburg ein weiterer Trauergottesdienst geplant. Daran wollen auch Bayerns Kulturstaatssekretär Karl Freller (CSU) und der Coburger Oberbürgermeister Norbert Kastner (SPD) teilnehmen. Im nur 70 Kilometer entfernten Bayreuth drohten unterdessen zwei 17 Jahre alte Jugendliche einem Berufsschullehrer, scharfe Waffen in den Unterricht mitzubringen. Bei einem der Jugendlichen sei eine Schreckschusspistole sichergestellt worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Hintergrund der Drohung sei ein Bußgeldbescheid der Stadt Bayreuth gegen die beiden notorischen Schulschwänzer.

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