25 Kinder missbraucht : Kinderschänder zu 13 Jahren Haft verurteilt

16 Jahre lang missbrauchte er insgesamt 25 Kinder von Freunden und Bekannten. Nun wurde der Gießener zu 13 Jahren Haft verurteilt. Die Strafkammer verhängte zudem eine Sicherungsverwahrung und sprach von "Taten unvorstellbaren Ausmaßes".

Gießen/RabenauDer 47 Jahre alte Frührentner hatte gestanden, sich zwischen 1991 und 2007 jeweils mehrfach an den Mädchen und Jungen im Alter von zwei bis zwölf Jahren vergangen zu haben. Die meisten seiner Opfer waren Kinder von Freunden und Bekannten. Viele seiner Taten filmte der Mann, weshalb er auch wegen Besitzes kinderpornografischer Schriften verurteilt wurde.

"Dieser Fall übersteigt den Unrechtsgehalt aller bisher hier anhängigen Jugendschutzsachen", sagte die Vorsitzende Richterin in ihrer Urteilsbegründung. Es seien Taten von unvorstellbarem Ausmaß, die sprachlos machten. Rechne man die Strafen für die einzelnen Taten zusammen, ergebe sich eine "Freiheitsstrafe von mehr als 200 Jahren".

Bis zu seiner Verhaftung im vergangenen November lebte der 47- Jährige im Haus seiner Eltern. Nach Angaben der Anklage missbrauchte er die Kinder in seinem Wohnwagen und seinem Wohnmobil sowie in Schwimmbädern und in den Wohnungen der Eltern. Ein Gutachter erklärte die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls für sehr hoch. Eine verminderte Schuldfähigkeit sei auszuschließen, sagte die Richterin. Die Sicherungsverwahrung ist zeitlich unbefristet, muss aber regelmäßig überprüft werden. (sba/dpa)

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