Welt : 37,6 Grad in Süddeutschland

Der Sonntag war der bisher heißeste Tag des Jahres

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Offenbach (dpa/Tsp). Der Sonntag war der bisher heißeste Tag des Jahres: Mit 37,6 Grad wurden in Mannheim und Karlsruhe die bislang höchsten Temperaturen gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Sonntag mitteilte. Bisheriger Spitzenreiter 2003 war Karlsruhe am 23. Juni mit 37,2 Grad. Kalkar kam am 16. Juli mit 37,0 Grad nah dran. Mit 37,6 Grad war es am Sonntag auch heißer als in den beiden vergangenen Jahren: Heißester Tag 2002 war laut DWD der 18. Juni in Frankfurt/Main mit 37,5 Grad. 2001 wurde die RekordTemperatur am 26. August im rheinland-pfälzischen Mendig mit 37,3 Grad gemessen.

Im Jahr 2000 war es allerdings noch heißer als an diesem Sonntag: Mit 38,0 Grad war Chieming in Bayern am 20. August der absolute Spitzenreiter. Am 21. Juni waren in Cottbus 37,9 Grad gemessen worden.

In Berlin wurden gestern zwischen 32 und 33,4 Grad gemessen. Am heutigen Montag sollen es 34 Grad werden. Das wäre der höchste Wert, der in diesem Jahr bisher in Berlin gemessen wurde.

Die Gluthitze mit Wassermangel, Dürre und Waldbränden hat inzwischen verheerende Folgen für Millionen Menschen in Europa. Besonders betroffen ist Italien, wo die ausgetrockneten großen Flüsse in dieser Woche aus Alpenseen gespeist werden müssen. Während die schweren Waldbrände in Südostfrankreich unter Kontrolle sind, meldeten die Behörden in Spanien und Portugal am Wochenende erste Feuer auf Grund der Trockenheit. In Deutschland ebenso wie am Mittelmeer genießen Strandurlauber die hohen Temperaturen. Bei Bauern, Binnenschiffern und Stromversorgern wachsen dagegen die Sorgen. In Deutschland stöhnen die Flussschiffer, weil die Schiffe nur die Hälfte laden können, da Rhein, Elbe, Donau und Oder zu wenig Wasser führen.

Hierzulande werden in dieser Woche zumindest kräftige Gewitterschauer erwartet, im Mittelmeerraum hingegen ist das Ende der Hitzewelle nicht absehbar.

Im Kampf gegen die Dürre soll in Italien von Donnerstag an Wasser aus den Alpenseen in Flüsse abgelassen werden. Damit sollen die niedrigen Pegel angehoben werden, so dass Stromerzeuger, Industrie und Landwirtschaft in Norditalien wieder Wasser haben. Die Verbraucher in Italien müssen angesichts von Ernteausfällen wegen der Trockenheit mit steigenden Preisen bei Olivenöl und Wein rechnen.

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