• 68 Menschen verletzt: Hamburger Flughafen nach Reizgasattacke wieder geöffnet
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68 Menschen verletzt : Hamburger Flughafen nach Reizgasattacke wieder geöffnet

Über die Klimaanlage hat sich am Hamburger Flughafen offenbar Pfefferspray ausgebreitet. 68 Menschen mussten behandelt werden.

Reisende und Rettungswagen vor den Terminals des Hamburger Flughafens. Foto: Axel Heimken/dpa
Reisende und Rettungswagen vor den Terminals des Hamburger Flughafens.Foto: Axel Heimken/dpa

Pfefferspray hat den Hamburger Flughafen am Sonntag über eine Stunde lahmgelegt und für einen Großeinsatz der Rettungskräfte gesorgt. Insgesamt 68 Menschen wurden verletzt und mussten wegen Atemwegsreizungen von Notärzten behandelt werden, wie die Feuerwehr mitteilte. Neun der Betroffenen wurden in Krankenhäuser gebracht.

Der Flughafen war Sonntagmittag um 12.32 Uhr komplett gesperrt worden. In dem Bereich, wo die Fluggäste und das Handgepäck kontrolliert werden, hatten zuvor zahlreiche Menschen über Reizungen der Augen und Atemwege und teilweise über Übelkeit geklagt. Alle Menschen wurden daraufhin aus dem Flughafen in Sicherheit gebracht und mussten vor dem Gebäude ausharren.

Als mutmaßliche Ursache wurde Pfefferspray ausgemacht. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers wurde eine entsprechende Kartusche gefunden. Vermutlich habe ein Unbekannter das Reiz auslösende Gas in einen Luftschlitz gesprüht, von wo es sich dann über die Klimaanlage verteilt habe.

Den Angaben zufolge erlitt niemand schwere oder lebensbedrohliche Verletzungen. Ein Terrorakt könne nach bisherigen Erkenntnissen ausgeschlossen werden, sagte der Feuerwehrsprecher weiter. Die Hamburger Polizei übernahm die Ermittlungen.

Um 13.45 Uhr konnte schließlich Entwarnung gegeben werden. Die Sperrung wurde aufgehoben. Nach Angaben einer Flughafensprecherin waren insgesamt 13 Ankünfte und drei Abflüge von der Sperrung betroffen. Es kam zu Verspätungen, zu einem geringen Teil wurden Flüge umgeleitet. Insgesamt waren am Hamburger Flughafen am Sonntag 334 Starts und Landungen geplant gewesen. Insgesamt waren rund hundert Kräfte der Hamburger Feuerwehr sowie Mitarbeiter von Hilfsorganisationen zur Betreuung der Betroffenen im Einsatz. (AFP)

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