900 Schüler betroffen : Entwarnung nach Bombendrohung an Erfurter Schule

In Erfurt ist am Mittwoch eine Berufsschule nach einer Bombendrohung geräumt worden, 900 Schüler mussten das Gebäude verlassen, jedoch wurde keine Bombe gefunden. Erinnerungen an tragische Ereignisse vor zehn Jahren werden dadurch wach.

Nach einer Bombendrohung der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt ist am Mittwochvormittag eine Berufsschule evakuiert worden. Mehrere Hundert Schüler hätten das Gebäude der Berufsbildenden Schule für Gesundheit und Soziales Marie- Elise-Kayser-Schule verlassen müssen, teilte die Polizei mit. Nach rund eineinhalb Stunden gab es Entwarnung - Sprengstoff wurde nicht gefunden.

Die Polizei war mit etlichen Beamten sowie vier Spürhunden im Einsatz und hatte das Gebäude durchsucht. Die Drohung war gegen 10.35 Uhr telefonisch von einem offenbar männlichen Anrufer im Sekretariat der Schule eingegangen.

Laut Schulleiterin Silke Knoll hat der Anrufer die vier Worte „In Ihrer Schule Bombe“ gesagt. Daraufhin habe sie die Polizei alarmiert und einen Dauerklingelton ausgelöst. Die Schüler hätten dann das Gebäude verlassen.

Knoll, die seit 2001 an der Schule arbeitet, sagte weiter, dass am Mittwoch etwa 600 der rund 960 Schüler im Unterricht gewesen seien. An der 106 Jahre alten Schule unterrichteten etwa 70 Lehrer. Bereits vor ihrem Amtsantritt im Jahr 2001 habe es „eine kleine Serie von Bombendrohungen“ gegeben, sagte sie. Seit dem aber nicht mehr.

An der Schule werden laut Online-Auftritt der Bildungseinrichtung unter anderem Sozialpädagogik, Altenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege unterrichtet sowie Hebammen, Entbindungspfleger, Laborassistenz und Fachangestellte verschiedener medizinischer Richtungen ausgebildet.

In Erfurt hatte am 26. April 2002 ein 19-jähriger ehemaliger Schüler des Gutenberg-Gymnasiums in der Schule 16 Menschen getötet und sich anschließend selbst erschossen. In einer großen Trauerfeier war in diesem Jahr anlässlich des zehnten Jahrestages erneut der Opfer gedacht worden. (dapd)

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