Die Fluggesellschaft Air France verbietet allein reisenden Männern, neben unbegleiteten Kindern unter zwölf Jahren zu sitzen. Die Regelung erfolge aus Sicherheitsgründen.
Die Fluggesellschaft Air France verbietet allein reisenden Männern, neben unbegleiteten Kindern unter zwölf Jahren zu sitzen. Bei anderen Airlines hatte eine entsprechende Praxis in der Vergangenheit zu heftigen Protesten geführt. Die Regelung erfolge aus „Sicherheitsgründen“, sagte eine Air-France-Sprecherin in Paris, ohne diese näher zu erläutern.
Nach einem Bericht der französischen Zeitschrift „Le Point“ soll es in den USA eine Reihe von Klagen gegen die Fluggesellschaft wegen ungebührlichen Verhaltens von Passagieren gegenüber allein reisenden Kindern gegeben haben. Ein Teil der Air-France- Flugkapitäne lehne die Bestimmung jedoch als „unsinnig“ ab. Bereits 2001 war eine entsprechende Regelung bei British Airways bekannt geworden und hatte zu einer Protestwelle geführt. Die Debatte erreichte 2006 ihren Höhepunkt, als der heutige Bürgermeister von London, Boris Johnson, während eines Fluges von einer Stewardess irrtümlich aufgefordert wurde, den Platz neben seinen eigenen Kindern zu räumen.
In Australien und Neuseeland hatte eine gleichartige Bestimmung 2005 Empörung darüber ausgelöst, dass damit alle Männer pauschal als potenzielle Pädophile eingestuft würden. Den Airlines wurde sogar vorgeworfen, gegen die Menschenrechte zu verstoßen.
In Deutschland ist nach Auffassung von Luftrechtsexperten eine derartige Regelung schon durch die Antidiskriminierungsgesetze ausgeschlossen. Für die Fluggesellschaften ist sie auch kein Thema. „Wir achten bei allein reisenden Kindern insgesamt auf das Umfeld“, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Ein Flugbegleiter kümmere sich stets besonders um sie. Gleichermaßen äußerte man sich auch bei Air Berlin. Eine Sitzordnung gibt es auch hier nicht.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 28.08.2009)
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Was ich bislang vermisse ist der Aufschrei der "Gutmenschen", die auch bei wiederholt verurteilten Sexualverbrechern immer die Unschuldsvermutung und die Menschenrechte hochhalten und beispielsweise die Aufhebung von ständiger Polizeibewachumg (Werner K., Joachimsthal) als juristisch einzig folgerichtige Maßnahme qualifizieren. Müsste man da nicht Einsatz für die bislang nicht verurteilten allein reisenden Männer erwarten können? Und ist es nicht diskriminierend, das nur alleinreisende Männer genannt sind und nicht alleinreisende Frauen?
.................................wrzlbrmft
Offensichtlich sind Sie längst einer Politik und einem demokratischen Missverständnis unterlegen, das uns Bürgern zwar "Sicherheit" suggerieren will, aber "Überwachung" und "Kontrolle" meint!
Ihre "denke" lässt uns schneller in einem Orwellschen 1984 aufwachen, als meine Kinder erwachsen werden könnten. Ich empfehle das Buch "Angriff auf unsere Freiheit" von Juli Zeh. Dort wird in einfachen Worten beschrieben, warum gerade die Unschuldsvermutung so wichtig und Generalverdacht so gefährlich ist.
Ich selbst finde es unerträglich, wenn ich des Nächtens einer Frau begegne, dessen Angst vor mir (als Mann und potentieller Vergewaltiger) deutlich spürbar ist.
Denn eins ist klar: Von mir geht keine Gefahr aus... im Gegenteil schützte ich bereits vor unterschiedlichsten Übergriffen!
Die Natur gibt uns mit der Vorsicht doch ein brauchbares Instrument mit.
Zur Klarstellung:
1) Ich bin sogar Vater von vier Kindern.
2) Ich bin mit zwei Personen befreundet, die in Ihrer Kindheit Opfer sexuellen Missbrauchs wurden.
3) Von mir geht auch keine Gefahr aus.
4) Ich habe auch eine Buchempfehlung: "Dunkle Triebe" von Anna Salter.
5) Ich trete auch für die Grundrechte (darunter Recht auf körperliche Unversehrtheit, etc. aber auch Recht auf freie Meinungsäußerung) ein und lehne Diskriminierung ab.
Allerdings müssen die verschiedenen Rechtsgüter auch gegeneinander abgewogen werden. Dazu hilft m.E. mal zu durchdenken, was schlimmstenfalls passieren könnte:
Fall A: Kind sitzt allein neben Mann und wird sexuell missbraucht. (Wer keine Opfer kennt kann in der Fachliteratur die Folgen nachlesen)
Fall B: Kind darf nicht neben Mann sitzen und wird nicht mißbraucht. Mann kann in Ruhe Zeitung lesen, arbeiten, schlafen o.ä..
Mir persönlich scheint Fall B für alle Beteiligten das geringste Übel zu sein und ich kann auch keine unerträglichen Einschränkungen der Grundrechte des Mannes erkennen.
Am liebsten wäre mir, das Kind wäre in ständiger Begleitung - leider ist das nicht immer einzurichten.
.......................wrzbrmft
Wer Kinder im Flugzeug erlebt hat und weiß, was die da so alles aus Langeweile anstellen, muss sich wundern, dass da nicht die Frauen protestieren, als sozialer Sicherheitsblock eingesetzt zu werden.
Frauen, werdet gefährlich!
PS: Das Kriterium "alleinreisend" bei Männern als Gefährlichkeitskriterium einzuführen, geht wohl davon aus, dass Pädophile nicht verheiratet sein können und Frauen nicht die Helfershelfer bei Sexualverbrechen sein können. Welch gefährlicher Irrtum!
Und nur der Vollständigkeit halber: Natürlich gibt es auch ganz ruhige und unproblematische Kinder auf Flugreisen, die von den Crew ganz großartig betreut werden......
Wenn die Fluggesellschaft solche Padophilphobie hat und etwas tun möchte, dann richtet sie von mir aus im Flugzeug eine Kinderecke ein. Ähnliches gibt es ja bei ICEs schon. Aber bei einer Horde kleiner Kinder aufeinander sollte man dann an eine Kinderbetreuerin nicht sparen.
Nicht den alleinreisenden Männern verbieten neben alleinreisenden Kindern zu sitzen ...
... sondern einfach extra Kindersitzplätze einrichten! Mit Spielzeug usw usf.
Dann wäre dasselbe Ziel erreicht (Distanzierung von potentiellen Perversen), aber nicht mit einem negativen sondern mit einem positivem PR-Effekt: Ach, die Airline ist besonders Kinderlieb! Dafür liese sich vielleicht sogar noch ein Euro mehr verlangen, für den Service.
PS 1: ... im übrigen ist es schon Realsatire dass Männer in Begleitung einer Frau als offenbar unter Kontrolle betrachtet werden.
PS 2: ... hätte ich mehr Bedenken über eventuelle Übergriffe seitens der Crew, denn durch einen Pädophilen der durch einen Lotto-Gewinns-Zufall neben einem einzelnen Kind im Flieger sitzt.
Ich hatte schon vor drei Jahren vorgeschlagen, an allen Gates neben "Exit" einen zweiten Ausgang "Pedophiles" einzurichten, aber auf mich hört ja mal wieder keiner ...
wohin bringt uns das? Glasklar: Kinder sollten überhaupt nicht mehr verreisen, dürfen nur noch in der Begleitung dreier Erwachsener die sich gegenseitig überwachen das Haus verlassen und überhaupt gehören 99% der Kerle sowieso bei der Geburt kastriert. -
Für "besorgte" U.S.-amerikanische Eltern reicht die Aussage des alleinreisenden Kindes, daß der Sitznachbar während des Fluges, ein Glas Rotwein getrunken hat, für eine multimillionen $ Klage.
(innerhalb der Reichweite und der Anwesenheit des Kindes)
...übrigens, auch nach EU-Recht und dem "Gesetz zum Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit".
Selbst als Erwachsener war es mir zu viel, was mein Sitznachbar auf einem Interkontinentalflug konsumiert hat und er meinte, das ganze Flugzeug unterhalten zu müssen, bevor er laut schnarchend einschlief.
Es reicht auch ein "nicht für das Alter des Sitznachbarn freigebenes Video" aus der Bordbiliothek.
Air-France versucht sich -buchstabengetreu- an die internationalen Gesetze, Vorschriften und Richtlinien zu halten, um erneute Klagen abzuwenden.
Dies geht nur so lange gut (Kosten/ Nutzen), bis dem ersten Pax (m, alleinreisend) der gebuchte Sitzplatz/ Flug verweigert wird, weil er neben einem AK sitzen würde.
Das Antippen, um ein schlafendes Kind zu wecken, welches den dringenden Gang zur Bordtoilette versperrt, kann dann auch schnell zur "sexuellen Belästigung" werden.
(also besser 10 Minuten vorher eine Stewardess rufen, von ihr das Kind wecken lassen und dann den Weg antreten)
Die andere Seite der Sicherheit ist, alleinreisende Geschäftsleute für Schäden durch "Patschereien" auf Laptops, von gelangweilten AK, nicht kompensieren zu müssen.
zoomy
Das Rufen nach einer untergeordneten Hilfskraft des anderen Geschlechts zur Ausübung einer angeforderten Dienstleistung erfüllt den Tatbestand der
- Sexuellen Diskriminierung
- Nötigung
- Ausbeutung unterprivilegierter Minderheiten
Wenn es jetzt noch eine katholische Schwarze ist, kommt hinzu :
- Rassendiskriminierung
- Behinderung der freien Religionsausübung
Wow ! Glauben Sie denn ernsthaft, dass Sie in diesem Leben noch mal aus dem Knast rauskommen ? Häh ?
Toll diese Abkürzungen, die möglichst keiner kennt, die aber auf ein hohes Maß an Sachkenntnis hindeuten (sollen) !
Der Kommentar war ursprünglich länger, deshalb habe ich Abkürzungen verwendet, um nicht über die Zeichenbegrenzung zu kommen.
Leider habe ich die gekürzte Version zu früh abgeschickt.
AK steht für alleinreisendes Kind
PAX steht für Passagier
Die Fach- und Sachkenntnisse habe ich, da ich aus dem Bereich Vorfeldkontrolle, Luftaufsicht und OPS (Erstellung von Ladepapieren) komme.
Eine PPL (Privatpilotenlizenz, einmotorig, Kolben) habe ich auch, da sie für die Ausbildung vorgeschrieben ist.
Da Schönefeld lieber von Frankfurt und Düsseldorf abwirbt, mußte ich umlernen und eine andere Arbeitsstelle annehmen.
Meine Lebensabschnittsgefährtin ist Flugbegleiterin.
Die "Dikriminierungsgeschichte" habe ich in der NATO, als Prüfer, durchmachen müssen.
Sie war allerdings nicht katholisch, sondern moslemischen Glaubens und US-Airforce, aber einfach inkompetent.
Bewiesen wurde meine Entscheidung durch eine Prüferin mit den selben Eigenschaften des Prüflings.
zoomy
Aber auch bei Familien, die aus rein arbeitstechnischen Gründen an 2 Orten leben.
Letzteres war bei uns der Fall,
miin üble wib konnte nicht jedes Wochenende nach Hamburg von Berlin aus kommen, so flogen meine Bengels im Alter zwischen 5 und 10 Mindestens einmal im Monat, mal allein, mal beide allein nach Hamburg.
aber auch bei unserer Jüngsten kam das recht regelmäßig vor,
da sie selbst gern zu Anfang der Ferien an Kinderreisen teilnahm und sich dies dann damit überschnitt, dass wir bei ihrer Rückkehr schon verreist waren, hat dann die Oma die in den Flieger gesetzt.
Ich geh' mal davon aus, dass sich das täglich tausende Male abspielt...
hab' ich inen beigebracht,
seht Euch so lange neben das nach dem hübschesten blonden, langharigen Mädel im Flugzeug um, und nervt die so lange,
bis die euch bemuttern.
Ernst beiseite,
die saßen sowohl in der 737 als auch im kleinen Airbus fast immer ganz hinten, da wo die Stewardessen (und damals auch schon Stewarts) ihre Plätze hatten. Auch kannten die sich dann mit der Zeit ("heut sind wir wieder...").
Jedenfalls nahmen sie das auch ganz easy.
Letztlich ist der Große ja sogar Flieger geworden, hat es sich allerdings dann verkniffen zu sein...
Gruß
dali