Nach heftigen Regenfällen in Großbritannien mussten Hunderte Menschen aus ihren Wohnungen und Häusern gerettet werden. Betroffen sind der Norden Englands sowie Teile von Schottland und Wales.
London -
Regen-Rekorde
haben Teile von Nordengland, Schottland und Wales in ein Chaos
gestürzt. Städte und Straßen sind überflutet, Brücken stürzten ein,
Bahnverbindungen sowie die Strom- und Gasversorgung sind
unterbrochen. Hunderte Menschen mussten aus ihren Wohnungen und
Häusern gerettet werden. Ein 45 Jahre alter Polizist wird vermisst,
nachdem eine Brücke am frühen Freitagmorgen unter der Wucht der
Fluten zusammengebrochen war. Innerhalb von 48 Stunden war in den
betroffenen Gegenden so viel Regen gefallen, wie sonst in einem
Monat.
Besonders stark wurde die Ortschaft Cockermouth im Nordwesten
Englands von dem Unwetter heimgesucht. Dort müssen sich
Feuerwehrleute mit Schlauchbooten durch überflutete Straßen kämpfen.
In manchen Teilen der Ortschaft steht das Wasser 2,5 Meter hoch in
den Straßen. 50 Menschen mussten mit Hubschraubern in Sicherheit
gebracht werden.
Viele Menschen sahen das Ausmaß der Katastrophe erst, als sie sich
auf die Dächer ihrer überfluteten Häuser gerettet hatten. Kleine
Flüsse hatten sich zu reißenden Strömen entwickelt und waren weit aus
ihren Flussbetten getreten. Gebäude und Autos schauten aus einer
riesigen Seenplatte heraus, Straßen sind unterspült. Auch Soldaten
mussten mobilisiert werden, um den bedrohten Menschen zu helfen.
Das Wasser stieg teils so schnell, dass die Menschen keine
Habseligkeiten retten konnten. "So etwas gab es noch nie, das Wasser
ist in jedes einzelne Haus der Hauptstraße gedrungen", sagte Eric
Nicholson aus Cockermouth. "Es hat die Stadt verwüstet", meinte
Pub-Besitzer Michael Dunn. "Es wird lange dauern, bis sich
Cockermouth davon erholt." Premierminister Gordon Brown sagte die
Hilfe der Regierung zu.
Auch Tierherden wurden von den Fluten eingeschlossen.
Überflutungen, gesperrte Straßen, Stromausfälle und unterbrochene
Zugverbindungen wurden auch aus Teilen von Irland, Schottland und
Wales gemeldet. Am Freitag hat der Regen zwar aufgehört, für das
Wochenende werden jedoch weitere Niederschläge erwartet.
(smz/dpa)
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