Wissenschaftler der Technischen Universität
München haben nach eigenen Angaben erstmals das krebsauslösende
Glycidamid in Pommes Frites und Kartoffelchips nachgewiesen. Es soll noch gefährlicher als Acrylamid sein. Das Frittierfett spielt bei der Belastung eine große Rolle.
München -
Glycidamid entstehe beim Erhitzen von Kartoffelprodukten und sei viel
gefährlicher als das vor sechs Jahren in Pommes Frites nachgewiesene
Acrylamid, teilte die Technische Universität
München am Montag mit. Allerdings komme es
auch in geringeren Mengen vor. Bei der Untersuchung von zehn Sorten
Chips und drei Sorten Pommes Frites seien Glycidamid-Mengen von 0,3
bis 1,5 Mikrogramm pro Kilo nachgewiesen worden. In Säugetierzellen
könnten selbst geringste Glycidamid-Mengen das Erbgut verändern.
Glycidamid entsteht wie das eng verwandte Acrylamid beim Erhitzen
von Kartoffelprodukten bei hohen Temperaturen ab 120 Grad. Oberhalb
von 180 Grad entstehen deutlich größere Mengen an Acrylamid. Beim
Frittieren von Kartoffelprodukten wie Pommes Frites sollten
Verbraucher daher nach den Empfehlungen der Wissenschaftler eine
möglichst niedrige Temperatur wählen. "Vergolden statt verkohlen" sei
die Devise. "Mit einer Frittiertemperatur von 175 Grad und kurzen
Frittierzeiten hält der Verbraucher die Belastung durch Acrylamid
nach derzeitigem Wissen in tolerierbaren Grenzen."
Gesättigte Fettsäuren besser
Unterschiede der Glycidamid-Belastung stellten die Forscher auch
bei verschiedenen Ölsorten fest. Am geringsten war die Konzentration,
wenn die Kartoffelstücke in gesättigtem Öl - wie Palmöl - frittiert
worden waren, deutlich höher hingegen bei Sonnenblumenöl. "Unsere
ersten Ergebnisse legen nahe, dass man zum Braten und Frittieren
lieber Öle mit gesättigten Fettsäuren verwenden sollte."
Der Nachweis von Acrylamid in erhitzten Lebensmitteln hatte im
Jahr 2002 für große Aufregung gesorgt. Inzwischen haben die
Hersteller den Acrylamid-Gehalt durch verbesserte Rezepturen
verringert. Da Acrylamid in der Leber zu dem als stark krebserregend
eingestuften Glycidamid abgebaut wird, hatten die Wissenschaftler
vermutet, dass auch im Lebensmittel selbst beim Erhitzen Glycidamid
entsteht.
(imo/dpa)
Kommentare [ 12 ] Kommentar hinzufügen »
Demnächst wäre der Hinweis gut: Autofahren gefährdet Ihre Gesundheit
oder
Das Leben an sich ist mit Vorsicht zu genießen, es endet grundsätztlich mit dem Tod. Bitte nicht geboren werden.
Hallo, man kann es auch übertreiben. Noch nie sind die Menschen so alt geworden wie heute, trotz der "ungesunden Ernährung."
Was soll der Aufschrei. Man kann von Pommes Krebs kriegen, ja und? ich steig morgen in mein Auto und ein Sattelzug macht mich platt, ja und? Wenn ich vor allem Angst habe müßte ich mich in einen Glaskasten mit gefilterter Luft zurückziehen und nur noch klinisch reinen Babybrei zu mir nehmen.
Ich frag mich ernsthaft wer die Münchener für die Forschungsarbeit bezahlt hat. Das Bundesgesundheitsministerium mit der überfürsorglichen Fr.Bätzing die testen lassen wollte ob Pommes vielleicht eine Droge sind????
Verschwendung von Steuergeldern für eine Info die keinen Interessiert.
Hat bei Michael Jackson auch nichts genutzt. Die Nebenwirkungen sind zu stark!;-)
würde man nur lange genug suchen, würde man auch in äpfeln krebserregende stoffe finden. einzig würde eine solche studie selbstverständlich niemals forschungsgelder zugesagt bekommen, weshalb äpfel auch weiterhin gesund bleiben!
nichtwissen ist oft das beste und wissen hat noch selten glücklich gemacht. guten appetit!
Der Bundestag bekommt Arbeit. Sofort ist ein Gesetz zum Gesundheitsschutz der Bürger zu erlassen. Das sogenannte
Nichtpommesessenschutzgesetz. Inhalt sollte sein, dass die Pommesbuden ausdrücklich darauf hinweisen, dass Pommes nur noch zu Hause gegessen werden darf. Auf der Packung müssen, genau wie bei den Zigaretten Hinweise stehen. Besser noch Bilder von offenen Krebsgeschwüren. Frau Bätzing wird sicher schon mit ihrem umfangreichen Personal daran arbeiten. Auf die Red im Bundestag bin ich gespannt.
hallo mac,
wir genießen lieber einen 21-jährigen auchentoshan und dazu eine gepflegte cohiba siglo V und gut is. in diesem sinne: sláinte. wir sehen uns im september in köpenick!
Das kann man nicht "trendig" immer wieder auf eine "Neuentdeckung" ehrgeiziger Wissenschaftler zurückführen.
Grundsätzlich: was für den einen gut ist, muss für den anderen noch lange nicht gut sein.
Die größte Gefahr für die Gesundheit geht von industriell gefertigten Produkten aus!
Fertignahrung ist das Hauptproblem, da häufig mit unverträglichen Konservierungsstoffen und häufig mit viel zu viel Zucker durchsetzt.
Auch interessant: man empfiehlt ja oft "Mittelmeerkost" für die Gesundheit.
Erstaunlich nur, dass die durchschn. Lebenserwartung in Island und Schweden die höchste in Europa ist.
Auch die Niederlande oder Großbritannien stehen da nicht schlechter da als Italien oder Spanien.
Wenn ich mir zuhause aus guten mehligkochenden Kartoffeln meine eigenen Pommes schnippsle und sie in Rapsöl frittiere, so wage ich sogar zu behaupten, dass das ein gesundes Essen ist!
Abgesehen davon...
Also, keine Panik, nicht verrückt mach lassen und das möglichst selbst zubereitete Essen geniessen!
Genuss ist auch wichtig für die Gesundheit!
In diesem Sinne: guten Appetit!