Der Winter hat die Berliner fest im Griff - leider auch Gehwege. Fußgänger rutschen, schlittern, stürzen. Die Krankenhäuser melden offene Knochenbrüche. Haben andere Städte bessere Strategien gegen den spiegelglatten Untergrund?
Berlin -
Bei der
Diskussion um Schlaglöcher und Straßenschäden haben uns die User darauf hingewiesen, dass die Situation als Fußgänger dramatisch ist. Vor vielen Häusern wird ärgerlicherweise nicht geräumt. Wir haben die Anregungen unserer User gerne aufgegriffen.
Berliner weichen auf besseres Schuhwerk aus, behelfen sich mit Spikes oder landen auf den Vierbuchstaben. Das Ordnungsamt prüft beanstandete Wege und versucht dann, den Eigentümer oder den von ihm beauftragten Winterdienst zu erreichen. Zur Not wird ein Sonderteam der BSR rausgeschickt. Die Situation scheint sich trotzdem nicht zu verbessern.
Auf den eisglatten Straßen und Gehwegen sind viele Fußgänger bereits schwer gestürzt. Im Klinikum Benjamin Franklin in Steglitz seien allein am Wochenende 108 Patienten behandelt worden, die auf dem Eis ausgerutscht waren, sagte eine Charité-Sprecherin. Im Unfallkrankenhaus in Berlin-Marzahn wurden seit Freitag rund 250 Unfallpatienten nach Stürzen eingeliefert, mit zum Teil schweren Verletzungen, wie eine Sprecherin sagte.
Die Grünen werfen dem Senat bei der Glättebekämpfung „völliges Versagen“ vor. Weder der Senat noch private Grundstücksbesitzer kämen ihrer Verpflichtung nach, die Gehwege zu räumen, kritisierte Verkehrsexpertin Claudia Hämmerling.
Fotostrecke: Winter in Berlin (143 Bilder)
Aber ist Berlin ein Einzelfall? Wie sieht es in anderen Städten aus? Sind dort die Straßen geräumt? Ist der Winter in anderen Regionen nicht so hart? Kommt man in Frankfurt, München oder Hamburg ohne Prellungen und blaue Flecke zu Supermarkt und Bäcker? Wir wollen gerne vergleichen, wie das Winter-Chaos im Vergleich zu Berlin bewältigt wird.
Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen!
Kommentare [ 40 ] Kommentar hinzufügen »
Auch die von den Hausbesitzern beauftragten privaten Räumdienste scheinen ihre Arbeit hier besser bewältigen zu können als in Berlin.
Nicht besonders gut, aber noch akzeptabel, sind meist die Bahnsteige der S-Bahn München GmbH geräumt und gestreut (der Fahrbetrieb der hiesigen S-Bahn läuft allerdings weitgehend problemlos, pünktlich und im vollen Leistungsumfang ;-)).
Insgesamt hat man in München den Eindruck, dass es der Stadt und ihren Bewohnern wichtig ist, dass solche Dinge kompetent und schnell in Angriff genommen werden - wahrscheinlich ist man daher auch eher bereit, das erforderliche Geld dafür auszugeben.
Ich will als Exil-Berliner München und die Münchner sicherlich nicht generell idealisieren, aber solche "öffentlichen Aufgaben" werden hier wirklich durchweg auffallend gut erledigt - so, wie es in Berlin ja früher eigentlich auch der Fall war. Ich glaube, es fehlt in Berlin momentan nicht nur an Geld, sondern vor allem an Bürgersinn, an der Bereitschaft, über den unmittelbaren eigenen Wirkungskreis hinaus Verantwortung zu übernehmen und letztlich vielleicht auch an der Liebe zur eigenen Stadt.
Wissen Sie, es fällt immer wieder auf: Politiker und s. g. Top-Manager verspielen die Steuergelder im Finanz-Casino, verlagern Stellen nach Rumänien u. v. a., aber die Normalbürger sollen wahre Engel und Helden der Arbeit sein für lau und ein Lob. Das klappt nicht! Wenn der Kopf stinkt, können das die Füße nicht ausgleichen.
Das doofe Wort Eigenverantwortung nimmt den Verantwortlichen jede Verantwortung trotz bester Bezahlung und bürdet sie dem Volk auf, das nur noch als Konsum- und Arbeitsvieh herhalten soll. Den Berlinern fehlt auch nicht die Liebe zur eigenen Stadt, sondern sie haben langsam die Nase voll, für blöd verkauft zu werden.
Yep! Frühlingsgefühle sind ja auch schon mal was... :-)
In der zweiten Januar Woche wurde das Thema schon in den Berliner Nachrichten gesendet, was ist seither geschen ??
Auf Gehwegen fahren Streufahrzeuge den Schnee zu Eis, Streuen nur Handvoll oder garnicht, kassieren seit Jahren für nichtstun.
Eigentümer werden nicht zur Rechenschaft gezogen, Senat / Ordnungsamt Straft nicht ab....also ? Was soll das hier in der Stadt.
Alle reden *beBerlin*, lächerlich. Wenn es darauf ankommt - nur Chaos, schade.
Fühlt sich keiner mehr verantwortlich für Leib und Leben ??
Grimms Märchen halt....
In fast allen Straßen im Gebiet um den S+U Schönhauser Allee, U Eberswalder Straße und U Senefelder sieht es ähnlich aus. Es ist glatt, glatt, glatt! Und kreuzgefährlich. Gestreute Teile der Fußwege sind die Ausnahme, und wenn, dann reichen sie gerade mal vom einem Haus zum anderen. An der Grundstücksgrenze hört die dünne Streuschicht präzise auf. Für jeden - auch diejenigen, die gut zu Fuß sind - eine Herausforderung.
Gestreut wurde - wenn überhaupt - leidenschaftslos vor Wochen und jetzt ist das meiste zentimeterdick überfroren. Laufen ist nur auf dem Fahrdamm rutschfrei möglich - wenn auch nicht gefahrlos, denn die Autofahrer zeigen zwar erfreulicherweise Verständnis, aber sie rechnen eben nicht wirklich mit Fußgängern auf dem Damm.
Davon einmal abgesehen: Gibt es bei der BSR keine Ingenieure, die das Räumergebnis ihrer Schneeräumfahrzeuge kontrollieren? Diese Kleinkehrmaschinen für die Bürgersteige sind wahre Eiswunder. Kommt man vor dem Schneeräumen auf dem festgetretenen Schnee noch halbwegs gut voran, ist das DANACH unmöglich geworden. Die Bürsten kratzen ein wenig Schnee weg und polieren den Rest zu Eis. Da helfen auf die alibimäßig gestreuten drei Krümel Splitt auch nicht mehr. Fällt das niemanden bei der BSR auf?
LG :-)
Manchmal habe ich echt den Eindruck dass der Senat in einer anderen Stadt wohnt. Eine Schande für eine Hauptstadt, die sich doch allen Ernstes um den Tourismus bemüht und nicht einmal sichere Gehwege und befahrbare Straßen zu bieten hat, damit die Leute von den Hotels zu den Sehenswürdigkeiten gelangen können. Von der S-Bahn ganz zu schweigen....
Tja, Rentner müsste man sein:
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/24/0,3672,7957912,00.html
von "räumen" die Rede.
Sehr geehrte Schlaumeier, die Eisplatten überall
sind teilweise wohl härter als mancher Beton.
Da ist gar nicht mit "räumen". Nirgens.
Frau Hämmerling (sogenannte Expertin), es hilft nur eines : Streuen,streuen...
Das Thema wird wieder mal überreizt (Löcher)
und ätzt bereits.
Gruß om Expertenberater.
Gerne zeige ich, wie die letzten Tage und Wochen bei meinen Kunden, wie es geht....Handarbeit, Eispickel und Besen, etwas Zeit und Manneskraft und hinterher sehr zufriedene und dankbare Kunden sowie Nachbarn.
Man muss eben dafür etwas tun und gerne.
H4 ist natürlich einfacher...(...)
Selbst ist der Mann! Im Winter sollte halt man vernünftiges Schuhwerk haben und zur Not Spikes, die es für wenige Euros zu kaufen gibt.
In Alaska, Skandinavien, Kanada und Russland stürzen augenscheinlich auch nicht Massen von Menschen und verletzen sich schwer. Vielleicht sind die einfach schlauer als die Menschen bei uns im Land und helfen sich selbst statt nach Staat und Ordungsamt zu rufen.
Für Österreich gilt das gleichsam, obwohl dort mehr Schnee fällt als bei uns.
Und nun die Quizfrage: "Warum ist das so?"
Richtige Antwort: "Weil in diesen Ländern (siehe auch Bayern!) die Verkehrswege schnell und akkurat wieder in einen verkehrsicheren Zustand versetzt werden!"
So einfach ist das!
Mit einem Hebesatz von 800 fragt man sich:
Wofür bezahlen Hausbesitzer eigentlich?
Selbst wenn auf dem Gehweg perfekt geräumt und gestreut ist bleibt es lebensgefährlich in Auto oder Bus einzusteigen.
Die meisten Parkflächen weisen mit einem freundlichen Schild darauf hin, das man schön blöd ist wenn man dort auf die Nase fällt.
Eigentlich sollte man seine Steuern komplett auf ein Sperrkonto zahlen bis die bezahlte Infrastruktur nutzbar ist.
Dazu gehört öffentlicher Nahverkehr ebenso wie Kultur- und Bildungseinrichtungen.
Da wird vom Staat (dem Senat) auf den Staat(Die Bahn) gemeckert und die Mitarbeiter vom Ordnungsamt bechen sich die Knochen wenn sie versuchen die Strafzettel zu platzieren.
Willkommen in Absurdistan.
Potsdam-Babelsberg: Die ach so feine Stadt Potsdam schießt absolut den Vogel ab. Mein Weg führt vom S-Bhf Babelsberg zur Nutheschnellstraße. Bis auf wenige Abschnitte (5-10 Meter) ist absolut nichts geräumt oder gestreut, Sturzgefahr ist sehr hoch und es kümmert wohl niemanden. Dabei hab ich festgestellt, dass in Ludwigsfelde vorbildlich geräumt wird, selbst abends.
Es wird dem Tsp., so wie von mir heute schon angemerkt und nicht veröffentlicht, wohl nichts anderes übrig bleiben, als selbst zu recherchieren.
Da ist es normal, das es auch mal kalt und glatt sein kann, trotz Räumpflicht. Und auch gefährlicher als im Sommer. Zumindest für die Knochen. Aber in Jahrhundertsommer 2004 sind auch tausende am Hitzetod gestorben. Und in diesem Winter? Gut einige Erfrorene, die den Weg zum Kältebus nicht gefunden haben, aber sonst nur Knochenschäden. Aber die dekadente Mensch von heute will immer alles optimal haben, immer alles schön trocken und warm, um auch im Winter mit 250 KM/h auf der Überholspur zu brettern. Deshalb fordere ich: Überall Herzpilze aufstellen und wo das nicht geht kommen Heizungen aus Silberdraht unter den Bürgersteig und Fahrbahn. Die Energiekonzerne liefern den Strom dafür. Notfalls aus Atom. Und dann ist hier endlich Schluss mit Winter.
Klar, im Frühling schmelzt der Schnee von sich selbt!:)
- Wieso benutzt man kein Salz+Sand zum Verstreuen? Obwohl es keine optimale Lösung ist, taut es den Schnee auf...
- in Russland sind die ersten und daraf folgenden Schneemassen durch die sog. zuständigen "Hoffeger" (eine Mischung aus dem Hausmeister und Putzmann) in der gleichen Nacht/am gleichen Tag (o´k, manchmal auch später:) veggeräumt. Die größeren Wege und die Straßen werden vom kommunalen Stadtdienst mit der entsprechenden (aber relativ einfachen) Technik von dem Schnee befreit. Und es geht dabei nicht um die ein paar Zentimeter Schnee, sondern um wesentlich beträchtlichere Schneemaßen...
P.S....und wenn die S-Bahne ausfallen, könnt ihr gern unsere alten "elektrischkas" abkaufen - sie fahren auch bei -30 Grad...*lach"
Jetzt gibt es wieder welche, aber jetzt bräuchte ich Eisbrecher :-(
Bin schon am überlegen ob ich nicht einfach eine Glühweinbude aufstelle und Schlittschuhe verleihe .... so eine schön große
Auslauffläche hat man ja selten :-)
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Die Rechnung wird dem Hauseigentümer übersandt.
Und ich kann bestätigen, dass diese offenbar härter als Beton sind. Und so darf man wegen eines komplizierten Beinbruchs und Schulterfraktur unvermittelt mit dem Krankenhaus vorlieb nehmen und sich zweimal operieren lassen. Und sich dann sechs Wochen lang mit Gips und Achselstüzten fortbewegen.
Und hinau gehen ist bei den derzeitigen Verhältnissen mit Achselstützen und Gips leider tabu, da höchst gefährlich. Auch am Bahnhof Friedrichsstraße siehts - wie ich kürzlich anlässlich eines Arztbesuches (mit Krankentransport)feststellen konnte - nicht anders aus.
Ganz im Gegenteil war es nach meinem Eindruck noch gefährlicher als beim ersten Arztbesuch. Da war wenigstens der Boden rund um die Eisflächen trocken. Jetzt nach zeitweiligen Tauwetter war jedenfalls vergangenen Freitag alles vereist und es blieb nur ein schmaler Pfad für Fußgänger, teilweise mit Pfützen und von Eisflächen unterbrochen.
Gruß
Daisy
In einem Interview äusserte ein Mitarbeiter der Stadtreinigung ganz offen: "Wir streuen nur die Hauptstrassen". Die Fussgänger wurden offenbar einfach vergessen. Das ist besonders krass, wenn man bedenkt, dass dieser Winter nicht der erste in Hamburg ist.
Mit dem Rad fahren kaum noch Leute, was nicht verwundert, da die Nutzbarmachung der Radwege komplett Aufgabe der Stadt ist. Im Winter ist dann zu beobachten, wie die Stadtreinigung sich um die Radwege kümmert; gar nicht.
Immerhin gab es im Hause der Stadtreingung am Montag, dem 8. 2., ein Krisentreffen. Das lässt hoffen.
Bürgermeister von Beust hat die Bürger inzwischen für den Zustand der Gehwege um Entschuldigung gebeten. So etwas werde es nie wieder geben, hat er gesagt.
BeBerlin, BeUnfähig. Arm, sexy und vom Unvermögen geprägt.
Dann die Bushaltestellen! Manche Busfahrer halten glatt mit ihrem Ausstieg an dem höchsten vereisten Schneeberg und lassen die Leute Klettern. Seit Wochen wird über Zuständigkeiten gestritten. Ich faß es nicht, was da in den Köpfen der Verantwortlichen abgeht. Ich schlage vor: alle Läden, die weiter Eis vor der Tür haben, zu boykottieren und jeden Busfahrer um Hilfe beim Ein- und Aussteigen zu bitten. Vielleicht hilft das was...
Also hier haben die Hausbesitzer eindeutig ein Verantwortungsgefühl und jedem ist klar, dass er haftbar gemacht werden kann. Die Stadt stellt auch lieber Schilder auf, dass man auf eigene Gefahr läuft und drückt sich vor ihrrer Verantwortung. Man baut hier lieber repräsentative Häuser, die keiner braucht, als das Notwendige zu regeln. Alles aber um Längen besser, als in Berlin, wo seit über einem Monat Glatteis vor vielen Häusern ist.
Wobei wir hier bisher ja wirklich keinen großen abriss der Deutschen Staedte in der Meinungsrubrik gesehen haben .
Also mal ein bishchen mehr Kommentare Ihr Staedte des schoenen Landes!
Und wie ich hier aus dem Wedding berichten kann ist dank der kontinuierlichen gleiche Temperaturen und wetters die ganze Sache im wahrsten sinne des Wortes halbwegs in Ordnung. Das es hier und da nicht funzt duerfte ja klar sein das im Prenzelberg es nicht funzt duerfte auch klar sein ( Ich wohne ja nicht mehr da! ). Egal irgentwie hat dieser Winter trotzdem was er ist archetypisch und passt zu Berlin.
An alle Knochenbrueche gute Heilung, und passt auf euch auf !
Und alle die unzufrieden sind: selbst ist der Mann bzw die Frau.
Erstellt 08.02.10, 09:53h
Man könnte meinen, dass in Oberberg bereits der Straßenkarneval begonnen hat. In den Narrenhochburgen Morsbach, Denklingen und Bielstein waren am Wochenende die Karnevalisten mit einem Tross fleißiger Helfer im Schneeeinsatz.
Die Karnevalisten brauchen schneefreie Wege.
Oberberg - Bis die Karnevalszüge an den Start gehen, müssen die Straßen und Gehwege schneefrei sein.
Der Karnevalsverein Bielstein trommelte eine ganze Schar von Helfern zusammen, die mit vereinten Kräften dafür sorgte, dass die Bielsteiner Straße nun schneefrei ist. Jecke, Anwohner und hilfsbereite Unternehmer rückten den weißen Massen nicht nur mit starken Armen, sondern auch mit Radladern zu Leibe. Auch die Morsbacher fuhren mit schwerem Gerät auf. Mit dabei als „Schneepflug“ auch Prinz Bernd Hasenpflug. „Prinz Hasen-Pflug macht den Weg frei“, frotzelte einer seiner Funken.
In Wiehl sind ab sofort wieder alle Hallen geöffnet, lediglich die Wiehltalhalle bleibt geschlossen. Auf deren Dach liegen nämlich immer noch etwa 70 Kilogramm Schnee pro Quadratmeter; ab 75 kanns kritisch werden.. „Das ist uns einfach zu riskant“, begründet der Erste Beigeordnete Thomas Gaisbauer, die Entscheidung, erst recht, da das Tauwetter bald vorüber und weiterer, wenn auch nur leichter Schneefall angesagt ist.
In Denklingen war das Schneeräumkommando am Freitag und gestern mit Schaufen, Traktoren und Bagger im Einsatz. Insgesamt 50 Helfer entsorgten schätzungsweise 500 Tonnen Schnee. Die Anwohner versorgten den fleißigen Einsatztrupp mit Speisen und wärmenden Getränken."(Quelle: Kölner Stadtanzeiger sic)
Früher war der Winter tatsächlich besser in Berlin, Schnee und Eis wurden von der BSR beseitigt, abtransportiert und vor der Stadt abgeladen, heute machen Privatunternehmer "Winterdienst", und tun nichts - oder nicht viel. Bei uns in Pankow weiß man nicht, wohin man treten soll, um nicht auszugleiten. Aber es interessiert einfach nicht, man hat als Bürger das Gefühl, von diesem Rot-Roten Senat nur noch verschaukelt zu werden. Im Sommer ist wieder Geld zum Feiern da, für tolle Straßenfeste und weiteres Schnickedöns, aber Winterdienst? Nöööö!
Ich bin vorletzte Woche in Karlsruhe gewesen, trotz Schnee freie Gewege, SAUBERE öffentliche Verkehrsmittel trotz Matschwetter - die Steuereinnahmen der dort wohl ernstgenommen werdenden Bürger scheinen in Karlsruhe auch in die Stadt investiert zu werden, ich bin so angenehm überrascht gewesen! Zurück in Berlin habe ich mich erst einmal hingepackt mit Kind an der Hand, weil hier alles sich selbst überlassen wird, die Hauptstadt verkommt einfach so, und der Senat schaut zu, untätig! Viele Hausbesitzer fühlen sich nicht zuständig für ihr Stück Gehweg oder haben die Räumung des Gehweges einem Winterdienst übergeben, der nicht nachkommt. Was soll man sagen? Ich habe das Gefühl, daß dieser Stadt ihre Bürger egal sind. Weltstadt Berlin! Be rutschig, be schmutzig, be Berlin!
Die Fußwege sind immer noch vereist. In den Nebenstraßen v. HH fahren die Autos als Schienenfahrzeuge in den Eisrillen.
Aus Parkbuchten heraus zu kommen ist Glückssache. Glück hat der, dem Passanten beim Anschieben helfen. ;-)
Von den 1000 zusätzlichen Kräften ist noch keiner zu sehen.
Wenn Handwerker für nicht erbrachte Leistungen kassieren, stehen sie vor Gericht. Wenn Städte für nicht erbrachte Leistungen kassieren, passiert nichts.
Hier kommt kein Müllwagen der Stadtreinigung durch und gestreut wird die Wohnstraße auch nicht, aber kassiert wird trotzdem.