Welt : Abschied vom Brüderchen Nationalheld Ferenc Puskas in Budapest beigesetzt

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Budapest - Der am 17. November im Alter von 79 Jahren gestorbene ungarische Fußball-Nationalheld Ferenc Puskas wurde am Samstag in Budapest in feierlichem Rahmen beigesetzt. Die ungarische Regierung hat den Samstag zum nationalen Trauertag erklärt. Am Nachmittag um 16 Uhr begann die Zeremonie mit einer Trauerfeier im Ferenc-Puskas-Stadion, zu der zahlreiche prominente Gäste aus der internationalen Sportwelt erwartet wurden. Unter ihnen waren Fifa-Chef Joseph Blatter und Uefa-Präsident Lennart Johansson. Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nahm mit einer hochrangigen Delegation an der Trauerfeier teil. Neben DFB-Präsident Theo Zwanziger und Franz Beckenbauer, Chef des Weltmeisterschafts-Organisationskomitees, gehörten auch die ehemaligen Fußballer Ottmar Walter und Horst Eckel dazu. Beide zählten am 4. Juli 1954 zu der deutschen Mannschaft, der mit dem 3:2-Sieg gegen die von Puskas angeführten Ungarn das „Wunder von Bern“ gelang.

Nach der Trauerfeier machte sich der Zug mit dem Sarg von Puskas auf den Weg zur mehrere Kilometer entfernten Stephans-Basilika im Zentrum der ungarischen Hauptstadt. Dort sollte um 19 Uhr der Gottesdienst für den legendären Stürmer des ungarischen „Wunderteams“ der 50er Jahre und Star von Real Madrid beginnen. Zehntausende Ungarn hatten schon am Donnerstag und Freitag Abschied von ihrem „Öcsi“ (Brüderchen) genommen, wie Puskas in Ungarn liebevoll genannt wurde. Sein Leichnam war in der Basilika aufgebahrt worden. dpa

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