Absturz am Nanga Parbat : Ehefrau: "Er liebte uns und die Berge"

Die Frau des im Himalaya tödlich verunglückten Bergsteigers Karl Unterkircher möchte vor Ort ihrem Mann auf Wiedersehen sagen. Hass spüre sie nicht gegen die Berge, denn der Vater ihrer drei Kinder habe das Gebirge geliebt.

NANGA PARBAT
Der Unglücksberg: Nanga Parbat -Foto: dpa

Nach dem tödlichen Absturz am Nanga Parbat will die Lebensgefährtin des verunglückten Südtiroler Bergsteigers Karl Unterkircher im Himalaya Abschied von ihm nehmen. "Ich will und muss das tun. Unser geliebter Karl ruht dort droben, in seiner Welt, glücklich und frei", sagte sie dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Unterkircher war bei der Besteigung des Nanga Parbat im pakistanischen Teil des Himalaya von schlechtem Wetter überrascht worden und abgestürzt. Seine beiden Begleiter konnten erst Tage später in einer spektakulären Aktion gerettet werden. Sie sollen bis Sonntag nach Italien zurückkehren.

Karl Unterkircher war der erfahrenste der drei Bergsteiger. Die von ihm geleitete Gruppe hatte den Gipfel über die noch nicht bestiegene Rakhiot-Eiswand erklimmen wollen. Der 37 Jahre alte Alpinist hatte drei Kinder. "Ich bin sicher, dass er mich und unsere Kinder dort droben mit seiner sicheren Hand lenken wird", sagte seine Lebensgefährtin dem Magazin weiter. "Er liebte uns und die Berge." Sie verfluche die Berge nicht. "Für Karl wäre es noch ein größeres Leid gewesen, auf die Berge verzichten zu müssen. Er wäre mit Sicherheit langsam dahin gestorben." (mbo/dpa)

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