Welt : Absturz vor Afrikas Küste

131 Menschen starben in explodierender Maschine

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Beirut/Cotonou (dpa). Bei dem Absturz einer Chartermaschine vor der Küste des westafrikanischen Staates Benin sind nach letzten Angaben 131 Menschen ums Leben gekommen. In der Unglücksmaschine saßen vor allem libanesische Gastarbeiter, sagte der libanesische Verkehrsminister Nadschib Mikati am Freitag in Beirut. Seinen Angaben zufolge haben nur 25 Menschen das Unglück überlebt. Kurz nach dem Start in der Stadt Cotonou im westafrikanischen Benin war die Boeing 727 der Fluggesellschaft UTA explodiert und in den Atlantik gestürzt. Nach Angaben des dortigen Verkehrsministeriums waren 156 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord der Maschine. Die Behörden in Benin sprachen von mindestens 111 Toten. Nach ihren Angaben seien etwa 20 der Passagiere gerettet worden. Dutzende Menschen galten weiterhin als vermisst.

Flugziel der dreistrahligen Maschine war Beirut. Die meisten Passagiere waren libanesische Arbeiter, die die Festtage in ihrer Heimat verbringen wollten. Tausende Libanesen, darunter viele Händler, arbeiten und leben in dem schmalen Land zwischen Nigeria und der ehemaligen deutschen Kolonie Togo. Am Beiruter Flughafen warteten zahlreiche Familien die ganze Nacht vergeblich auf ihre Angehörigen. Viele wussten auch am Freitag nicht, ob Verwandte und Freunde den Absturz überlebt hatten.

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