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Acht Verletzte : Ein Toter bei Explosionen vor Partei-Büros im Norden Chinas

Bei Explosionen vor der Zentrale der Kommunistischen Partei in der nordchinesischen Provinz Shanxi ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Acht weitere sind am Mittwochmorgen bei den „kleinen Detonationen“ in der Stadt Taiyuan verletzt worden.

Mehrere Explosionen haben am Mittwoch die Provinzhauptstadt Taiyuan im Nordosten Chinas erschüttert: Nahe einem Hauptquartier der Kommunistischen Partei Chinas seien mehrere „kleine Sprengsätze“ detoniert und hätten einen Menschen getötet sowie sieben weitere verletzt, teilten die örtlichen Behörden mit.

In Staatsmedien war von rund 20 beschädigten Fahrzeugen im Umkreis von 100 Metern die Rede. Demnach wurden die „selbstgebastelten Bomben“ mit Kugeln gefüllt, um größeren Schaden anzurichten. Der Fernsehsender CCTV berichtete, einige der Sprengsätze seien in einem Blumenbeet vor dem Eingang des Parteigebäudes explodiert. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua zitierte Augenzeugen, denen zufolge ein Kleintransporter in die Luft gejagt worden sein soll.

Auf dem Online-Netzwerk Sina Weibo veröffentlichten Nutzer Fotos von Feuerwehrfahrzeugen am Ort des Geschehens, der augenscheinlich für den Verkehr gesperrt wurde. Andere Bilder zeigten eine graue Rauchsäule, durchlöcherte Autotüren und -reifen sowie zerschmetterte Glasscheiben und andere Trümmer auf den Straßen. Wie in China üblich wurden viele der Bilder und Kommentare zu dem Vorfall von der Staatszensur umgehend gelöscht.

Derweil waren Feuerwehrleute und Polizisten vor Ort nach offiziellen Angaben mit Rettungsarbeiten und Ermittlungen zu den Hintergründen beschäftigt. Laut dem Medienunternehmen Caixin hielten die Führer der betroffenen Provinz Shanxi nach dem Vorfall eine Krisensitzung ab.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an einen Vorfall von Ende Oktober. Damals waren am Kaiserpalast in Peking bei einem Anschlag fünf Menschen getötet worden, 40 weitere wurden verletzt. Ein Geländewagen war in eine Menschenmenge gefahren und nach einem Zusammenstoß mit einem Brückenpfeiler in Flammen aufgegangen. Das chinesische Politbüro vermutet dahinter islamistische Terroristen aus der westchinesischen Provinz Xinjiang. (AFP/dpa)

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