• ADAC-Badegewässertest: Schlechte Wasserqualität an Badestellen am Scharmützelsee

ADAC-Badegewässertest : Schlechte Wasserqualität an Badestellen am Scharmützelsee

Kinder planschen gerne im seichten Wasser - in manchen Seen kann das gefährlich sein. Dies zeigt ein aktueller ADAC-Test.

Hanna Gieffers
Für Kinder kann das Baden im See gefährlich sein. Im flachen Wasser können die Kleinen Keime schlucken. Foto: dpa
Für Kinder kann das Baden im See gefährlich sein. Im flachen Wasser können die Kleinen Keime schlucken.Foto: dpa

Im saubersten Wasser planschen Kinder am Großen Plöner See in Schleswig-Holstein. Der Badestrand vor dem Campingplatz Godaube belegte den besten Platz im Badegewässertest 2012 des ADAC. Zwölf weitere Badestellen in Deutschland erhielten die Note „sehr gut“. Insgesamt hat der Automobilclub 16 Seen in ganz Deutschland auf Keime untersucht. Gemessen wurde an 60 Stellen in einer Wassertiefe von bis zu 30 Zentimetern. Dies ist ein Bereich, in dem besonders Kinder baden. Die vom Umweltbundesamt empfohlenen Grenzwerte für Badeverbote wurden oft deutlich überschritten.

Jede fünfte Messstelle lag über den Grenzwerten. Testverlierer mit der Note „mangelhaft“ war das Strandbad Horn in Gaienhofen am Bodensee. Dort wurde eine besonders hohe Keimkonzentration festgestellt. Ursache solcher Verunreinigungen sei häufig Vogelkot. Die Keime können gerade bei Kindern Infektionen auslösen. Der Bürgermeister des Ortes wehrt sich gegen die schlechte Note. Das Kreisgesundheitsamt habe zufällig am selben Tag wie der ADAC am Strandbad Horn eine Probe entnommen. Die Wasserqualität sei von ihnen mit gut bewertet worden, sagt der Bürgermeister.

In Brandenburg wurde die Wasserqualität im Schwielochsee mit der Note „sehr gut“ bis „gut“ bewertet, der Scharmützelsee bekam die Noten „ausreichend“ bis „bedenklich“. Laut dem aktuellsten Bericht der Europäischen Kommission zur Qualität der europäischen Badegewässer erfüllen nur 15 der 2310 getesteten deutschen See- und Meerbadestellen die Mindestnormen nicht. Gemessen wurde hier jedoch anders: nämlich in mindestens einem Meter Tiefe.

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