Welt : Ägyptische Maschine ohne Beanstandungen

Rainer W. During

Ohne nennenswerte Beanstandungen verlief gestern früh die Kontrolle einer Maschine der Luxor Air in Frankfurt. An Bord der zweistrahligen MD-83 waren 92 deutsche Touristen zurückgekehrt, die am 23. Dezember mit Flash Airlines in den Urlaub ans Roten Meer geflogen waren. Diese Fluggesellschaft ist seit dem Absturz einer ihrer beiden Boeings am vergangenen Sonnabend heftiger Kritik ausgesetzt. Die Schweiz hatte Flash Airlines wegen schwerer Wartungsdefizite bereits im Oktober 2002 den Einflug verboten. Vom deutschen Luftfahrtbundesamt waren dagegen bei Kontrollen im Oktober und November vergangenen Jahres keine Mängel festgestellt worden.

Angesichts der öffentlichen Diskussion sah sich die Behörde gestern veranlasst, auch die vom Reiseveranstalter gecharterte Ersatzmaschine zu überprüfen.

Bei der Luxor Air handelt es sich um eine weitere ägyptische Mini-Fluglinie mit nur drei älteren Maschinen. „Beanstandungen, die den Widerruf der Einfluggenehmigung gerechtfertigt hätten, wurden nicht festgestellt", teilte die Behörde mit.

Zunächst hatte die Besatzung der Maschine den Kontrolleuren sowie den Journalisten und Kamerateams, die zu nächtlicher Stunde am Flughafen Hahn im Hunsrück auf die Landung warteten, ein Schnippchen geschlagen. Denn dort herrschte bei dichtem Nebel die sogenannte Betriebsstufe 3, die Blindlandungen bei nahezu Nullsicht nur für entsprechend ausgestattete Flugzeuge und speziell geschulte Piloten erlaubt. Das traf auf die Luxor Air offenbar nicht zu. Die Maschine wich zum Frankfurter Rhein-MainFlughafen aus, wo bessere Witterung herrschte und landete dort um 5 Uhr 18.

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