Äthiopien : Mindestens 191 Tote durch Überschwemmungen

Nach heftigen Regenfällen sind mehrere Dörfer im Osten des Landes überflutet worden. Die meisten Opfer wurden im Schlaf von den Fluten überrascht und weggerissen.

Addis Abbeba - Bei Überschwemmungen in Äthiopien sind mindestens 191 Menschen ums Leben gekommen. Nach heftigen Regenfällen wurden mehrere Dörfer in der Region Dire Dawa im Osten des Landes überflutet, wie die Polizei in der Stadt Dire Dawa am Sonntag mitteilte. Mindestens 39 der Opfer seien Kinder unter sieben Jahren gewesen. Mitarbeiter des Roten Kreuzes warnten, die Opferzahl könne noch erheblich steigen. Polizei und Helfer durchsuchten die überschwemmten Dörfer. Nach Angaben des Roten Kreuzes wurden bis zu 3.000 Menschen obdachlos.

Einem Augenzeugen zufolge wurden die meisten Opfer in der Nacht zum Sonntag im Schlaf von den Fluten überrascht und weggerissen. Nachdem es mehr als anderthalb Stunden heftig geregnet hatte, war der Fluss Dire Dawa in der Nacht über die Ufer getreten. Er habe sich auf das Dach seines Hauses retten können, sagte der Augenzeuge Abaye Baheru. "Von dort aus sah ich, wie Männer, Frauen und Kinder vom Wasser weggetragen wurden, während sie um Hilfe schrien." Mehr als 100 Häuser und Geschäfte wurden laut Augenzeugen zerstört, Viehherden und Fahrzeuge weggeschwemmt. Im vergangenen Jahr waren in derselben Region mindestens 200 Menschen durch Überschwemmungen nach Regenfällen ums Leben gekommen. Mehr als 260.000 Menschen wurden obdachlos. (tso/AFP)

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