Affäre um Tiger Woods : Pillen und Sex - Golf verliert sein nobles Image

Tiger Woods bringt den Golfsport immer mehr ins Gerede. Hinter den Kulissen geht es offenbar nicht so blitzeblank zu, wie es die Fassade des Gentleman-Sports glauben machen möchte.

Woods
Tiger Woods -Foto: AFP

Immer mehr Frauen melden sich derzeit bei Boulevardzeitungen und erzählen, dass sie mit Tiger Woods Sex hatten. Irritation löst aber vor allem eine Frau aus, die mit den Worten zitiert wird, sie habe mit Woods „verrückten Ambien-Sex“ gehabt. Ambien ist ein Schlafmittel. Woods hatte früher einmal gesagt, er habe Ambien genommen, als er eine Knieverletzung hatte und nicht schlafen konnte. Das Stichwort Ambien lässt insofern aufhorchen, als ein Augenzeuge der Polizei sagte, Woods habe nach dem jüngsten Autounfall im Gras gelegen und geschnarcht. Diese Beobachtung könnte darauf schließen lassen, dass Woods unter dem Einfluss von Ambien stand. Die Polizei hält Angaben darüber derzeit unter Verschluss. In den USA gibt es eine Betroffeneninitiative mit dem Namen „ambienoutrage.com“, die vor diesem Schlafmittel ausdrücklich warnt. Es seien viele Fälle bekannt, in denen Autofahrer genauso wie Woods nach Unfällen tief schlafend aufgefunden wurden. Es gibt auf der anderen Seite Berichte, nach denen Sex nach der Einnahme von Ambien ein außergewöhnliches Erlebnis darstelle. Die Partner seien sehr entspannt und erlebten Sex gleichzeitig als ausgesprochen aufwühlend, heißt es.

Die Affäre um Tiger Woods könnte im Golfsport zu einem Imagewechsel führen. Wer früher Golfer ärgern wollte, antwortete auf deren Frage, ob man denn Golf spiele, einfach: „Nein, ich habe noch Sex.“ Wurde doch Golf oftmals als Altherrensport belächelt.

Die Zeiten haben sich geändert. Auch dank Tiger Woods, der das Image des Sports revolutionierte und ihn für jüngere Generationen sowie ethnische Minderheiten öffnete. Eines behielt Golf jedoch bei – sein nobles Image. Auf dem perfekten Grün werden keine Schläger zertrümmert oder Flüche gegen Schiedsrichter ausgestoßen. Das gelte auch weiterhin, sagt Gerald Posner, ein Reporter aus Miami. Posner nahm den jüngsten Skandal um Tiger Woods zum Anlass, hinter die Kulissen zu schauen. Und dahinter gehe es nicht so blitzeblank zu, wie es die Fassade des Gentleman-Sports glauben machen wolle, sagten ihm Caddies und ehemalige Mitarbeiter der PGA (Professional Golf Association). Vielmehr sollen sich die professionellen Golfer manchmal „wie Wilde“ aufführen, schreibt er auf dem Weblog „The Daily Beast“.

Zu Hause in der Luxusvilla sitze die Frau mit den Kindern, unterwegs ließen sich andere Frauen gern in ein Luxushotel einladen. Um Kontakt aufzunehmen, müssten sich die Herren nicht einmal anstrengen. Auf den Turnieren fänden sich viele Frauen. Caddies bräuchten nur die hübschesten auszusuchen und zu einem privaten Treffen mit dem Golfer einzuladen. Diese Nebentätigkeit sei mit ein Grund, dass die Caddies so gut bezahlt werden, mutmaßt Posner. „Die Leute wären überrascht, wenn sie wüssten, wie viele Ehefrauen eines professionellen Golfers ihren Mann einst während eines Turniers getroffen haben“, zitiert „The Daily Beast“ einen Caddie. Die Schwedin Elin Nordegren traf ihren künftigen Mann Tiger Woods einst ebenfalls auf dem Golfplatz. Sie hatte zuvor als Au Pair bei dem Golfer Jesper Parnevik angeheuert und kam so in Kontakt mit Woods. rn.

0 Kommentare

Neuester Kommentar