Welt : Air France überprüft Radarnutzung

Paris - Als Konsequenz aus dem Airbus- Absturz am Pfingstmontag überarbeitet Air France die Anweisungen zur Nutzung des Bordradars. Das Flugzeug sei unvorbereitet in ein Unwetter geflogen, und der Pilot habe danach die Empfindlichkeit des Radars manuell erhöht, erklärte der Air-France-KLM-Chef Pierre-Henri Gourgeon dem Pariser Blatt „Le Figaro“. Man werde nun „die Art und Weise der Radarnutzung überarbeiten“, sagte Gourgeon. Die A330 der Air France war am 1. Juni mit 228 Insassen auf dem Flug von Rio nach Paris in einer Unwetterzone mit großer Geschwindigkeit in den Atlantik gestürzt. Aufschluss über die Ursachen könnten die auf dem Meeresboden liegenden Flugschreiber geben. Die Suche nach den Flugschreibern mithilfe von Sonargeräten endet an diesem Freitag; bis zum 20. August sollen aber Roboter den Grund weiter nach den Geräten absuchen. Die letzten Signale des Flugzeugs waren automatische Wartungsmeldungen zum Ausfall der Geschwindigkeitsmesser und des Autopiloten gewesen. Dieses System ist nicht obligatorisch und dient den Technikern am Flughafen zur Vorbereitung der Wartung. dpa

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