Welt : Airbus-Absturz: Trauerfeier in Bahrain

Zwei Tage nach dem Absturz einer Airbus-Maschine in den Persischen Golf haben mehr als 2000 Menschen im Emirat Bahrain an einer Trauerfeier für die 143 Opfer teilgenommen. Unter den Trauernden in der Großen Moschee war neben mehreren Regierungsvertretern Bahrains auch Ministerpräsident Scheik Chalifa bin Salman El Chalifa. Ebenfalls am Freitag sollten die Angehörigen anhand von Fotos die Toten identifizieren. Internationale Luftfahrtexperten nahmen unterdessen die Ermittlungen über die Absturzursache auf.

Vor den Trauernden in der Moschee waren drei in Tuch eingehüllte Tote aufgebahrt, zwei Erwachsene und ein Kind. Ein Regierungsprecher bezeichnete dies als symbolische Ehrung für die 107 Erwachsenen und 36 Kinder an Bord der Maschine.

Unterdessen sollten die Angehörigen in einem benachbarten Hotel anhand von Fotografien die teils zerstückelten Opfer identifizieren. "Es ist sehr schwer, die Bilder zu ertragen", sagte Nadr el Chauadscha, der seine Cousine, deren Mann und ihren dreimonatigen Sohn verlor. "Es ist wie eine Folter." Nach der Zuordnung der Fotografien sollten die Familien ihre Angehörigen in einer Leichenhalle abschließend identifizieren. Erst dann sollten die Toten in ihre Heimatländer überführt werden.

Zu Ermittlungen über die Absturzursache trafen am Donnerstagabend sechs französische Spezialisten und ein Airbus-Vertreter in dem Emirat ein. Beauftragte der US-Flugsicherheitsbehörde waren am Freitag nach Angaben der amerikanischen Botschaft auf dem Weg in die Hauptstadt Manama. Die Fluggesellschaft Gulf Air wollte den Flugschreiber und den Stimmenrekorder unterdessen zur Auswertung einschicken. Nach Angaben von Unternehmenssprecher Stephen Tuckwell sollten die Aufzeichnungen in den USA, in London oder an einem anderen europäischen Ort analysiert werden. Dies kann mehrere Wochen dauern.

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