Alpinismus : Warum auf leichten Touren mehr passiert

Der häufigste Fehler bei Unfällen in den Bergen ist Selbstüberschätzung, sagt Mathias Hascher, Mitglied im Vorstand des Landesverbandes Berlin des Deutschen Alpenvereins.

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Der häufigste Fehler bei Unfällen in den Bergen ist Selbstüberschätzung, sagt Mathias Hascher, Mitglied im Vorstand des Landesverbandes Berlin des Deutschen Alpenvereins.

Dies betreffe einfachere Hüttenwanderausflüge wie auch hochalpine Klettertouren. „Es kann etwas passieren, wenn Leute Risiken unterschätzen oder der Tour nicht gewachsen sind.“

Wichtig sei in jedem Falle, sich bei einer solchen Hochgebirgstour wegen der sauerstoffarmen Luft zunächst zu akklimatisieren und intensiv die Wetterbedingungen zu erforschen. Lawinenwarnungen müsste man stets hochaktuell auswerten, da die Lage sich stündlich ändern könne.

Hascher sagte, wenn eine Gruppe ein Gletscherfeld quere, könne es sinnvoll sein, sich zu fünft anzuseilen. Auf einem steilen Grat berge das aber Risiken, da die Gefahr des Mitreißens bei nicht so erfahrenen Bergsteigern sehr hoch sei. So viele Menschen an einem Seil, das würden in der Regel nur erfahrene Bergführer machen.

Experten weisen zudem darauf hin, dass auf relativ einfach zu besteigenden Viertausendern mehr passiert, weil dort öfter Unerfahrene klettern. Zudem werden bei „leichten“ Bergen die Gefahren eher unterschätzt als bei schwierigen Herausforderungen, bei denen meistens konsequent gesichert wird.

Wo Berge fern sind, ist die Sehnsucht offenbar groß – Berlin ist eine Hochburg der Wanderer und Kletterer. Die Sektion Berlin des Deutschen Alpenvereins (DAV) zählt mehr als 10 000 Mitglieder und ist damit der zweitgrößte Sportverein Berlins nach Hertha BSC. kög

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