• Alternative Ernährung: Wissenschaftler: Esst Känguruh-Fleisch gegen den Klimawandel

Alternative Ernährung : Wissenschaftler: Esst Känguruh-Fleisch gegen den Klimawandel

Die Beuteltiere sollen CO2-intensive Rindviecher ersetzen, meint der Chefberater des australischen Regierungschefs in Klimafragen. Gesundheitsbewusste Australier ziehen bereits das Fleisch des Kängeruhs vor.

Känguruh
Das Fleisch des Känguruhs ist umweltfreundlich, sagen Wissenschaftler. -Foto: ddp

CanberraKänguruh-Fleisch statt Rind und Lamm soll im Kampf gegen den Klimawandel helfen. Dieser zunächst belächelte Vorschlag ist am Mittwoch vom höchsten Umweltberater der australischen Regierung wissenschaftlich bestätigt worden. Die vom Zuchtvieh ausgestoßenen Gase trügen erheblich zu den Kohlendioxid-Emissionen des fünften Kontinents bei, warnte Professor Ross Garnaut in einem Klimabericht an die Regierung in Canberra. Känguruhs stoßen dagegen nur wesentlich geringere Mengen an Methangas aus.

In seinem 600-Seiten-Werk schlägt der Wissenschaftler vor, Bauern in den Emissionshandel einzubeziehen. Die fällig werdenden Abgaben für die Abgase der Rinder würden den Fleischpreis in die Höhe treiben und so die Essgewohnheiten der Australier ändern, schreibt Garnaut. Im Grunde sei dies eine Rückkehr zu den Wurzeln: "Die meiste Zeit  der Menschheitsgeschichte in Australien - etwa 60.000 Jahre - war  das Känguruh die Hauptfleischquelle", betonte er. Der Bericht geht davon aus, dass Vieh für 67 Prozent der Treibhausgase der Landwirtschaft verantwortlich ist.

Obwohl das Känguruh das Nationaltier der Australier und seine Zucht zwecks Schlachtung sehr umstritten ist, werden schon heute tausende der Beuteltiere in der Wildnis getötet, um die Populationen unter Kontrolle zu halten. Das Fleisch wird bisher zu Tierfutter verarbeitet. Gesundheitsbewusste Australier haben schon seit einer Weile auf Känguruhfleisch umgestellt. "Es ist fettarm, hat einen hohen Proteingehalt und es ist insofern sehr sauber, als das Känguruh ein freilaufendes Tier par excellence ist", sagt der Umweltforscher Peter Ampt. (ml/AFP)

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