"Amok-Liste" : Kölner Polizei ermittelt in Gesamtschule

In einer Kölner Gesamtschule haben Lehrer im Fach eines 16-jährigen Schülers einen Zettel gefunden, auf dem unter der Überschrift "Amok-Liste" Namen von Lehrern und Mitschüler verzeichnet waren.

Köln - Nach Polizeiangaben vom Donnerstag wurden der 16-Jährige und ein 15-jähriger Mitschüler, der die Liste ebenfalls unterzeichnet hatte, am Donnerstag verhört. Unklar war zunächst, ob es sich bei der Liste um die ernst zu nehmende Ankündigung eines Amoklaufs handelt.

Beide Schüler waren laut Polizei in der Schule bereits durch aggressives Verhalten aufgefallen. Zuletzt sollen sie zwei Mitschüler "aus Spaß" mit einer Schnur stranguliert haben. Auch den Ordnungshütern ist das Duo bekannt: Während der 16-Jährige bei einem Diebstahl erwischt wurde, fiel der der 15-Jährige bereits durch Diebstahl, Raub- und Körperverletzungsdelikte auf. Derweil riefen Nordrhein-Westfalens Schulministerin Barbara Sommer (CDU) und Landesinnenminister Ingo Wolf (FDP) die Lehrer an den Schulen des Landes zu erhöhter Wachsamkeit auf. Die beiden Minister reagierten damit auf den Amoklauf von Emsdetten vor zweieinhalb Wochen und die jüngsten Anschlags-Drohungen gegen Schulen unter anderem in Baden-Württemberg. "Nehmen Sie Hinweise bitte ernst und wenden Sie sich an die Polizei, um Maßnahmen mit ihr abzusprechen", schrieb Sommer in einer E-Mail an die nordrhein-westfälischen Schulen. (tso/AFP)

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