Amoklauf in Kalifornien : Mann schießt auf Passanten: sieben Tote

Bei einem Amoklauf sind im US-Bundesstaat Kalifornien sechs Menschen und der Schütze getötet worden. Der Täter schoss aus Auto heraus wahllos auf Fußgänger. Im Internet soll es ein Drohvideo geben.

Wie die Polizei mitteilte, fuhr der Täter in der Nacht zum Samstag mit einem schwarzen BMW über den Campus einer Universität in der südlichen Kleinstadt Isla Vista und schoss wahllos auf Fußgänger. Ob er sich schließlich selbst tötete oder von einer Polizeikugel getroffen wurde, war zunächst unklar. Die Polizei sprach nach der Tat von einem "Massenmord". "Wir haben neun verschiedene Tatorte ausgemacht", an denen der Mann geschossen habe, sagte Sheriff Bill Brown vor Journalisten. Die Lage auf dem Campus beschrieb er als "chaotisch". Fernsehbilder zeigten zahlreiche Einsatzfahrzeuge von Polizei und Rettungskräften auf dem Gelände. Medienberichten zufolge wurden auch sieben Menschen verletzt.

Den Namen des Schützen veröffentlichte die Polizei zunächst nicht. Die Ermittler gingen nach eigenen Angaben davon aus, dass er allein handelte. Zudem gaben sie an, es würden Schriftstücke und ein Drohvideo ausgewertet, das der Schütze mutmaßlich im Videoportal YouTube veröffentlicht habe.

Den Angaben zufolge gab es zwei Schusswechsel zwischen dem Täter und Polizeibeamten, bevor der Schütze letztlich auf ein parkendes Auto auffuhr. An der Stelle sei er dann "tot mit einer offensichtlichen Schusswunde im Kopf" aufgefunden worden. In seinem Wagen wurde demnach eine Handfeuerwaffe gefunden.

In den USA gibt es immer wieder tödliche Schießereien, die regelmäßig die Debatte über schärfere Waffengesetze anfachen. Präsident Barack Obama ist für eine solche Verschärfung, scheiterte aber im Kongress bislang am Widerstand vor allem aus den Reihen der traditionell waffenfreundlichen Republikaner. (AFP)

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