Amrum : Polizei sucht mit Urlaubsfotos nach vermisstem Jungen

03.07.2012 15:25 Uhr

Update Ein zehnjähriger Junge wird seit Sonntagabend vermisst. Er wurde zuletzt am Strand der Nordseeinsel Amrum gesehen, dem Urlaubsort der Familie. Die Beamten hoffen, durch Schnappschüsse anderer Urlauber Hinweise zu erlangen.

Bei der Suche nach dem seit Sonntagabend auf der Nordseeinsel Amrum verschwundenen Sebastian setzt die Polizei auf Urlaubsbilder. Die Ermittler suchen gezielt nach Schnappschüssen, die Touristen am Sonntag in der Nähe des „Piratenschiffs“ auf einem Spielplatz in Wittdün gemacht haben. Dort war der Junge am späten Sonntagnachmittag zuletzt gesehen worden. Die Hintergründe des Verschwindens sind immer noch unklar, es wird in alle Richtungen ermittelt, wie Polizeisprecherin Kristin Stielow am Dienstag sagte. Ein Verbrechen wird nicht ausgeschlossen.

Unterdessen meldete sich am Dienstag ein Spielgefährte des vermissten Jungen. Er hat laut seinen Angaben am Sonntag bis 16.30 Uhr mit Sebastian auf dem Spielplatz gespielt, ist dann aber weggegangen.

Zu dem Zeitpunkt soll der Zehnjährige weiter im Bereich des „Piratenschiffes“ gespielt haben. Kurz vor 18.00 Uhr soll er dort noch mit einem zweiten kleinen Jungen gesehen worden sein.

Sebastian wurde zuletzt im Bereich Wittdün gesehen. Seit Sonntagabend wurde mit einem Großaufgebot nach ihm gesucht. Auch mehrere Hubschrauber mit Wärmebildkameras und Hunde kamen dabei am Sonntag und Montag zum Einsatz. „Sie haben an den zwei Tagen alles abgeflogen“, sagte Stielow. Auch Feuerwehrleute suchten nach dem Jungen. Kein Strandabschnitt sei ausgelassen worden, sagte Stielow. Auch die Ufer der Nachbarinsel Föhr und der Halligen wurden abgesucht. Der Junge ist mit einem blauen Langarmshirt aus Fleece und einer Jeans bekleidet. Er hat blonde Locken und war barfuß unterwegs. (dapd)

Hinweise zum Verbleib des Kindes nimmt die Polizei unter der Rufnummer +49 4661 40110 oder 110 entgegen. Digitale Bilder können der Polizei unter der Email-Adresse niebuell.kpast@polizei.landsh.de zugesandt werden.

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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