Amtszeit : Bush-Sprecherin hat keine Lust mehr

Verkehrte Welt in Washington: Ein Überlebender des Hurrikans Katrina hat bedauert, dass US-Präsident Bush keine dritte Amtszeit antreten kann. Dessen Vize-Sprecherin ist dagegen erleichtert.

Washington - Bei einem Empfang von Überlebenden des Wirbelsturms vom August 2005 am Mittwoch im Weißen Haus sagte der Katrina-Überlebende Rockey Vaccarella aus Louisiana bei einem gemeinsamen Auftritt vor der Presse zum Präsidenten: "Wissen Sie, ich wünschte, sie hätten vier weitere Jahre."

Bush reagierte mit einem freudig-überraschten "Hola, Hola" - immerhin hatte er für das schleppende Anlaufen der Rettungsarbeiten nach dem Hurrikan schwere Kritik einstecken müssen. Vaccarella lobte dagegen den US-Präsidenten für dessen Engagement und fügte hinzu: "Ich fände es gut, wenn der Präsident eine weitere Amtszeit haben könnte."

Die Vize-Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, bemühte sich anschließend nicht, ihre gegenteilige Meinung zu verbergen: "Glauben Sie mir, ich denke, dass die (Präsidenten-) Mannschaft der Meinung ist, dass zwei Mandate genügen." Auf Nachfrage gab Perino ihren persönlichen Grund an: "Weil ich müde bin."

Seit 1951 ist die Amtszeit der US-Präsidenten auf zwei vierjährige Mandate begrenzt. Bush wurde Ende 2004 für seine zweite Amtszeit wiedergewählt. (tso/ddp)

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