ANEURYSMA : Vernichtende Kopfschmerzen – Anzeichen einer Hirnblutung

Aneurysmen sind Aussackungen von Schlagadern, im Kopf liegen sie meist an der Schädelbasis und an Abzweigungen von Hirnarterien. Das Problem: Platzt ein solcher Blutsack in der Nähe des Gehirns, besteht Lebensgefahr. „Jeder zweite Patient stirbt, bevor er überhaupt das Krankenhaus erreicht“, sagt Alexander Bock, Chefarzt des Instituts für Neuroradiologie am Vivantes-Klinikum Neukölln. Typisch für die Blutung aus einem Aneurysma sind schlagartig auftretende vernichtende Kopfschmerzen. Von den überlebenden Patienten behält jeder zweite Dauerschäden zurück, zum Beispiel Lähmungen. Wesentlich besser sind die Aussichten, wenn ein Aneurysma rechtzeitig – meist per Zufall – entdeckt wird, etwa durch eine Kernspintomografie. Dann kann es vorsorglich behandelt werden. Entweder mit Hilfe eines dünnen Schlauchs (Katheter), der ins Hirn vorgeschoben wird und über den dünne Platinspiralen in den Blutsack eingeführt werden. Die andere Möglichkeit ist eine Operation, bei der das Aneurysma vom Blutstrom „abgeklemmt“ wird. wez

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