Welt : Angriff auf Amerika: Telefonnetze zusammengebrochen

In New York ist das Telefonnetz in der Millionenstadt am Dienstag zusammengebrochen. Die zerstörten Zwillingstürme beherbergten Telekommunikationseinrichtungen und Antennen, die täglich Millionen Telefonanrufe übertrugen. Hinzu kamen Anrufe der New Yorker Bürger und besorgter Verwandter und Freunde aus allen Landesteilen. Auch das Internet war betroffen: Viele große Nachrichtenseiten waren überlastet und konnten dem Informationsbedürfnis nicht nachkommen.

Der Telekommunikationsunternehmen Sprint erklärte, mit dem Einsturz des World Trade Centers seien Leitungen unter einem der Türme ausgefallen. 75 000 Ferngespräche seien blockiert. Die beliebte Suchmaschine Google verwies ihre Kunden auf das Radio und das Fernsehen. "Viele online Nachrichtendienste sind wegen der hohen Nachfrage zurzeit nicht erreichbar", hieß es in einer Stellungnahme von Google. Die beliebteste Nachrichtenseite, MSNBC.com, funktionierte dagegen einwandfrei. Ein Sprecher erklärte, das Unternehmen habe Fotos von den Seiten entfernt, um kürzere Ladezeiten zu ermöglichen.

Auch die Kommunikationswege von Deutschland in die Vereinigten Staaten brachen in den ersten Stunden nach den Anschlägen fast völlig zusammen. Die Deutsche Telekom richtete einen Krisenstab ein, um den Angehörigen von US-Bürgern, die sich derzeit in Deutschland und Europa aufhalten, eine Telefonverbindung in die USA zu ermöglichen, sagte Telekom-Pressesprecher Ulrich Lissek auf Anfrage. Man habe zusätzliche Leitungen nach Texas geschaltet, um so weitere Verbindungen zu ermöglichen. Am Dienstagnachmittag seien die Kapazitäten völlig ausgelastet gewesen.

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