Ankündigung über Twitter : Rapper Bushido will eigene Partei gründen

14.06.2012 11:56 Uhrvon
  • Bushido ist sicher vieles, nur nicht Schwiegermutters Liebling. Immer wieder und immer öfter gerät der Rüpel-Rapper in die Negativschlagzeilen. Er polarisiert - wir zeigen Ihnen womit. Foto: dpa
    Bushido ist sicher vieles, nur nicht Schwiegermutters Liebling. Immer wieder und immer öfter gerät der Rüpel-Rapper in die Negativschlagzeilen. Er polarisiert - wir zeigen Ihnen... - Foto: dpa
  • Sein neuster Coup: Bushido soll einem führenden Mitglied der libanesischen Großfamilie Abou-Chaker den Zugriff auf alle seine Besitztümer ermöglicht haben. Das Magazin „Stern“ bezichtigte den 34-jährigen, bereits im Dezember 2010 eine Generalvollmacht unterschrieben zu haben, die den Empfänger ermächtigt, nach Belieben über seinen gesamten Besitz zu verfügen – sogar über den Tod hinaus. Gegen Mitglieder des libanesischen Clans wird seit vielen Jahren wegen zahlreicher Delikte im Bereich der Organisierten Kriminalität ermittelt. Foto: dpa
    Sein neuster Coup: Bushido soll einem führenden Mitglied der libanesischen Großfamilie Abou-Chaker den Zugriff auf alle seine Besitztümer ermöglicht haben. Das Magazin „Stern“... - Foto: dpa
  • Im Januar 2013 steckte Bushido wegen einer stilisierten Nahost-Karte auf seinem Twitter-Profil Kritik von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ein. Die Karte mit dem Schriftzug „Free Palestine“ (Befreit Palästina) zeigte das Gebiet Israels in den palästinensischen Farben. Friedrich forderte damals, Bushido müsse dieses Bild umgehend von seiner Twitter-Seite entfernen, sonst könne er nicht länger als Beispiel für gelungene Integration dienen. Es bleibt zweifelhaft, ob dem Rap-Sänger diese Verantwortung tatsächlich bewusst ist. Foto: dpa
    Im Januar 2013 steckte Bushido wegen einer stilisierten Nahost-Karte auf seinem Twitter-Profil Kritik von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ein. Die Karte mit dem Schriftzug... - Foto: dpa

Der Berliner Rapper Bushido strebt offenbar eine Karriere als Politiker an. Über Twitter kündigte der Skandal-Musiker die Gründung einer eigenen Partei an.

Anis Mohamed Youssef Ferchichi, besser bekannt als Bushido, geht in die Politik. Über seinen Twitter-Account (@Bushido78) kündigte der Berliner Rapper an, eine Partei gründen zu wollen. "Guten Morgen meine Freunde gestern sind alle Informationen und Unterlagen zur Gründung einer Partei angekommen!!! Wir werden aktiv!!!" heißt es da.

Bisher fiel der Rapper eher durch seine provokanten Texte und Auseinandersetzungen vor Gericht auf, als durch sein politisches Engagement. Mit der Parteigründung scheint es ihm aber durchaus ernst zu sein. Seine Pläne hat er bereits in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung bestätigt.

Über die politischen Ziele und Inhalte der neuen Partei ist über den Kurznachrichtendienst Twitter noch nichts zu erfahren.

Einige Fans stellten sich aber schon jetzt hinter ihr Idol. Ein "bekennender Bushido-Fan" traut dem Musiker "durchaus sinnvolle politische Inhalte zu." Die Debatte darüber überlässt der 33-Jährige dann aber lieber seinen Fans und Gegnern.

Der Eklat bei der Bambi-Verleihung:

Sein Ruf als "böser Junge der Nation" einerseits und sein Status als Promi mit Migrationshintergrund andererseits sind das größte Kapital des Musikers. Politiker suchen seine Nähe, wenn sie ihre Bemühungen um die Jugend und die Integration demonstrieren wollen. Andere kritisieren Bushido heftig für seine Songtexte, die gewaltverherrlichend und frauenfeindlich seien. Als dem Skandal-Musiker im vergangenen November der Bambi verliehen wurde, löste das heftige Proteste aus. Damals schlugen die Wellen im Netz hoch: Bushido-Fans und -Kritiker lieferten sich tagelang heftige Debatten über die Sozialen Netzwerke.

Auf die angekündigte Parteigründung reagierten die meisten Nutzer zwar auch mit Unverständnis und Kopfschütteln - der Unterton ist aber ein anderer. Denn: Die Verleihung eines angesehenen Preises ist in Deutschland eine ernste Sache. In der Politik stehen die Dinge mittlerweile anders. Wenn ein Promi eine Partei gründen will, darf man das auch als Witz verstehen. Martin Sonneborns Spaßpartei sei Dank.

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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