Welt : Anreisetipps für Autofahrer

Hannover (10.02.2005, 21:10 Uhr) - Der Messeschnellweg in Hannover, die Anbindung des Messegeländes im Stadtteil Laatzen an den Fernverkehr, galt unter einheimischen Autofahrern lange Zeit als berüchtigt. Die mehrspurige Schnellstraße war während der großen Branchentreffs wie der Computer- und Telekommunikationsmesse CeBIT (10. bis 16. März) regelmäßig vom geballten Besucherverkehr verstopft. Daher hatten Scherzbolde den Straßennamen bereits zum heimlichen Motto für messegefrustete Anwohner umgedichtet: «Messe - schnell weg!»

Mit dem Start des Verkehrsleitsystems «move» habe sich die Verkehrslage zu Messezeiten allerdings verbessert, versichert CeBIT-Sprecherin Gabriele Dörries. «Es herrscht zwar noch viel Verkehr, der Messeschnellweg ist aber nicht mehr komplett zu wie früher.» Dass die An- und Abreise der rund 500 000 erwarteten Besucher gänzlich ohne Verkehrsbehinderungen klappt, wäre wohl auch unrealistisch anzunehmen. Damit Besucher, die per Auto anreisen, aber möglichst reibungslos durchkommen, sollten sie einige Tipps beachten.

«Autofahrer sollten sich vorher auf jeden Fall überlegen, wohin sie möchten und welchen Parkplatz sie nutzen wollen», sagt Dörries. Orientierungshilfe bieten die Übersichtskarten auf der CeBIT-Homepage im Internet unter www.cebit.de. Dort sind neben Anfahrtsrouten auch die Parkplätze rund um das Messegelände verzeichnet. Die Parkgebühren für Pkw betragen laut Dörries auf allen Parkplätzen 6 Euro pro Tag.

Unbedingt sollten Autofahrer bei der Anfahrt zur Messe auf die Verkehrsdurchsagen im Rundfunk achten und sich nach dem Parkleitsystem richten, anstatt einfach draufloszufahren, rät die Pressesprecherin. Das System leite Besucher automatisch auf noch freie Parkplätze. Von allen angrenzenden Parkplätzen sei das Messegelände gut zu Fuß zu erreichen. Von weiter entfernten Parkflächen gebe es Shuttle-Busse zu den Messeeingängen.

Auch der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt in Hannover hat für Besucher Ratschläge parat. Wer von außerhalb über die Autobahnen A2, A7 und A37 zur Messe fährt, sollte sich schon früh nach den Hinweisen des Leitsystems richten. Um das System nicht zu stören, sollten Autofahrer nicht auf vermeintliche Schleichwege ausweichen. Darüber hinaus sollte schon die jeweils erste Ausfahrt zum Messegelände genommen werden, um Zeitverluste und Umwege zu vermeiden. Von dort sei den Beschilderungen zu den freien Messeparkplätzen zu folgen.

Mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist laut ADAC auf allen Autobahnen in und um die niedersächsische Landeshauptstadt, auf dem Messeschnellweg und den übrigen Zufahrtsstraßen zur Messe. Besonders hoch sei die Staugefahr bei Öffnung und Schließung der Messehallen um 9.00 und 18.00 Uhr. Ortskundige, die nicht zur CeBIT wollen, sollten vor allem den Messeschnellweg meiden. Wer auf die Strecke angewiesen ist, sollte zumindest die Stoßzeiten umgehen.

Der ADAC weist darauf hin, dass bei Bedarf der Messeschnellweg morgens und abends in eine Richtung gesperrt wird, um den An- und Abreiseverkehr auf allen Fahrstreifen parallel zu leiten. Dabei wird der Zubringer für die Anfahrt (Maßnahme A) von etwa 7.15 bis 11.30 Uhr zwischen dem Autobahnkreuz Hannover-Buchholz und der Abfahrt Messe-Süd zur vier- bis sechsspurigen Einbahnstraße. Für die Rückfahrt (Maßnahme R) ist eine Einbahnstraßenregelung von etwa 17.00 bis 20.00 Uhr zwischen der Abfahrt Messe-Nord und dem Kreuz Hannover-Buchholz vorgesehen. (Von Felix Rehwald, dpa) ()

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