Antarktis : Hoffnung im Eis

Chinesischer Eisbrecher nähert sich dem russischen Forschungsschiff.

Die Eingeschlossenen haben das Schiff vorübergehend verlassen und begeben sich auf das dicke Eis. Foto: AFP PHOTO / Andrew Peacock / www.footloosefotography.com
Die Eingeschlossenen haben das Schiff vorübergehend verlassen und begeben sich auf das dicke Eis. Foto: AFP PHOTO / Andrew Peacock...Foto: AFP

Sydney - Neue Hoffnung für die Eingeschlossenen in der Antarktis: Ein chinesischer Eisbrecher hat sich auf den Weg gemacht, um das seit Weihnachten im Eis der Antarktis feststeckende russische Forschungsschiff freizubekommen. Das chinesische Schiff sei nur noch 15 Seemeilen – das sind 28 Kilometer – von der „MV Akademik Schokalskiy“ entfernt, teilte die australische Schifffahrtsbehörde AMSA am Freitag mit, welche die Rettung des russischen Forschungsschiffes koordiniert. Allerdings komme der Eisbrecher im dicken Eis nur sehr langsam voran.

Noch nicht entschieden war den Angaben zufolge, ob der Eisbrecher allein versucht, das Forschungsschiff freizubekommen, oder ob er auf zwei weitere Eisbrecher warten soll. Auch das französische Schiff „L’Astrolable“ und die „Aurora Australis“ aus Australien waren auf dem Weg. Die Wetterbedingungen waren laut AMSA für einen Rettungseinsatz günstig, Schneefall und Wind schwächten sich im Laufe der Zeit ab.

Die „MV Akademik Schokalskiy“ steckt seit Dienstag rund hundert Seemeilen – das sind 185 Kilometer – von dem französischen Antarktis-Stützpunkt D’Urville entfernt im Eis fest. An Bord des Forschungsschiffes sind 74 Menschen, darunter Wissenschaftler und Touristen, die der Route des Antarktisforschers Douglas Mawson vor einem Jahrhundert folgen.

Die Gewässer, in denen das Forschungsschiff feststeckt, seien üblicherweise befahrbar, sagte Chris Fogwill, einer der Wissenschaftler an Bord, am Freitag dem Sender ABC. Ein Wetterwechsel habe sie aber vereisen lassen.

Am Donnerstag sei überdies ein heftiger Schneesturm über das Schiff gezogen. Die „MV Akademik Schokalskiy“ hat laut Fogwill aber ausreichend Proviant an Bord, so dass die Besatzung nicht in Gefahr sei. Die russische Mannschaft lasse die Maschinen des Schiffs zumindest zeitweise laufen, damit sie nicht vereisen und einsetzbar sind, wenn sie später gebraucht werden. AFP

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