Welt : Anti-Nobelpreis für Forschung am Pinguinpups

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Cambridge ­ Pinguine stoßen ihren Kot mit einer Kraft aus, die dem Luftdruck von Autoreifen entspricht. Das hat der Forscher Victor MeyerRochow von der privaten International University Bremen herausgefunden und deshalb den Ig-Nobelpreis für Dynamik von Flüssigkeiten erhalten. Die Abfallprodukte der Vögel fliegen in einem dickflüssigen Strahl bis zu 40 Zentimeter weit. Weitere Ig- Nobelpreise 2005 erhielten Forscher für den Einblick ins Gehirn einer Heuschrecke, für Hundehoden-Prothesen und für einen davonrollenden Wecker.

Die Auszeichnungen für „Forschungen, die nicht wiederholt werden können, oder besser nicht wiederholt werden sollten“, wurden am Donnerstagabend im Sanders Theater an der Harvard Universität in Cambridge (US-Staat Massachusetts) überreicht. Das englische Wort „ignoble“ bedeutet zwar in etwa „unwürdig“, dennoch sind die Arbeiten in der Regel ernst gemeint und meist in Fachjournalen veröffentlicht. Der Ig-Friedenspreis ging an britische Forscher, die elektrische Signale im Gehirn einer Heuschrecke aufgenommen haben, während diese ausgesuchte Höhepunkte des Films „Star Wars“ schaute. Claire Rind und Peter Simmons von der Universität Newcastle untersuchten die Nervenreaktionen, wenn das Tier heranrasende Raumschiffe sah. Den Ig-Wirtschaftspreis bekommen Forscher für einen Wecker, der nach einem Druck auf die Schlummertaste wegrollt, sich dann irgendwo im Zimmer versteckt und weiterklingelt .dpa

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