Anwohner ohne Wasser und Strom : Unwetter verwüsten Norden von Chile

Heftige Überflutungen hinterlassen im Norden Chiles ein Bild der Verwüstung. Häuser und Straßen sind zerstört, zahlreiche Menschen ohne Wasser und Strom. Die Wüstenregion wird lange brauchen, um sich zu erholen.

Die Stadt Diego de Almagro, rund 1,000 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago de Chile. Ein Unwetter hat den Norden von Chile schwer verwüstet.
Die Stadt Diego de Almagro, rund 1,000 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago de Chile. Ein Unwetter hat den Norden von Chile...Foto: dpa

Nach den heftigen Überflutungen im Norden Chiles wird mit wochenlangen Aufräumarbeiten gerechnet. „Die Situation im Norden ist von einer selten gesehenen Dimension“, sagte Innenminister Rodrigo Peñailillo nach Berichten der Zeitung „La Tercera“ am Sonntag (Ortszeit). Chile werde sich sehr anstrengen müssen, um die Situation überwinden zu können, fügte er hinzu.

Die eigentlich trockene Wüstenregion in dem südamerikanischen Staat war in den vergangenen Tagen von den schlimmsten Niederschlägen seit 80 Jahren heimgesucht worden. Mindestens 14 Menschen starben, weitere 20 gelten als vermisst. Die Regierung rechnet mit weiteren Opfern.

Am stärksten betroffen waren die Einwohner der Regionen Antofagasta, Atacama und Coquimbo. Sturzfluten und Erdrutsche beschädigten dort Tausende Häuser. Mehrere Orte waren zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Vielerorts gebe es weder Trinkwasser noch Strom. Die Versorgung der betroffenen Gebiete sei kompliziert, sagte Peñailillo.

Die Region war am Samstag außerdem von einem Erdbeben der Stärke 5,8 erschüttert worden. Dabei soll es jedoch keine Opfer oder Schäden gegeben haben. Nach der Katastrophe könnten die Aufräumarbeiten bis zu sechs Wochen dauern, berichtete „La Tercera“.

Unwetter wüteten in der vergangenen Woche auch in anderen Ländern der Region. In dem Andenstaat Peru gab es nach Behördenangaben mindestens neun Todesopfer bei einem Erdrutsch in einer Gemeinde im Osten der Hauptstadt Lima. In Ecuador starben bei Unwettern landesweit etwa 20 Menschen. (dpa)

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